10 Geheimtipps für Urlaub für Weinliebhaber in der Toskana

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Die Toskana ist ein Eldorado für Weinliebhaber, wobei natürlich die Rotweinfans absolut im Vorteil sind. Protagonist ist die Sangiovese-Rebe aus der großartige Weine gekeltert werden, die Weingenießer in der ganzen Welt begeistern. Wir durchstreifen mit Ihnen die berühmten Weinregionen in der Toskana und verraten Ihnen wo sich ein Besuch lohnt.

1.Geheimtipp – Florenz

Florenz ist nicht nur «die» Stadt für Kultur- und Kunstliebhaber, auch Weinliebhaber kommen in dieser bezaubernden Stadt voll auf ihre Kosten. Am wohlsten fühlen sich die genussorientierten Weinliebhaber rund um den Mercato Centrale. Hier und dort ein wenig schnabulieren und dann am nächsten Weinstand mal ein Gläschen verkosten. Anschließend schlendern Sie durch die hübschen Gassen und lassen sich von den vielen reizenden Weinbars zum Einkehren verführen. Da ist z. B. die Cantinetta dei Verranzzano in der Via dei Tavolini, wo man nicht nur alle Weine des toskanischen Weinguts gleichen Namens kennenlernen, sondern auch köstliche Kleinigkeiten dazu genießen kann. Ähnlich ist es in der berühmten Cantinetta Antinori im Erdgeschoss des Palazzos der Antinori aus dem 15. Jahrhundert auf der Piazza Antinori 3. Hier werden zu dem gesamten Weinangbot der Antinori kleine Gerichte in einem wunderschönen Ambiente angeboten.

2.Geheimtipp – Montag in Lamporecchio

Wer gerne mehr über italienische Weine erfahren und sein Weinwissen auf unterhaltsame Weise erweitern möchte, der sollte versuchen an einem Montag nach Lamporecchio zu kommen, das liegt in der Nähe von Monsummano und Vinci, inmitten der Weinberge. Andreas März, ein Schweizer Journalist und Agronom, lebt seit 1979 dort und er ist der Gründer der beliebten italienischen Weinzeitschrift in deutscher Sprache «Merum». Er kennt die italienischen Regionen wie seine Westentasche und insbesondere seine zweite Heimat Toskana. Einige Male lädt er seine Leser und die, die es werden wollen, an einem Montag, zu sich auf sein sympathisches Wein- und Olivenölgut ein, um mit ihnen Weine und Olivenöle zu verkosten und diese auf charmante und verständliche Weise zu erklären. Andreas März ist zudem «der» Spezialist wenn es um hochwertige Olivenöle geht. Informieren Sie sich unter www.merum.it und lassen Sie sich entführen in die Welt der italienischen Weine. Ein unterhaltsamer und informativer Nachmittag unter Weinfreaks, bei dem es zudem die absolut köstlichsten heißen Gemüse-Pizzen aus dem Steinbackofen gibt, die Frau März immer wieder zwischendurch auf den Tisch stellt.

3. Geheimtipp – Panzano

Wenn es um erstklassige Weinlagen und Spitzenwinzer geht, dann hat das Dorf Panzano im Chianti einen beachtlichen Ruf. In kaum einen anderen Ort findet man derartig viele hochkarätige Winzer, die alle freundschaftlich miteinander verbunden sind, weil sie ein gemeinsames Ziel verfolgen: Nachhaltigkeit und biologischer Anbau. Vor etwa 20 Jahren gründeten 20 Winzer die Unione Viticoltori di Panzano mit der Idee ein erstes zusammenhängendes Bio-Weinanbaugebiet zu schaffen. Die Winzer treffen sich regelmäßig um Erfahrungen auszutauschen und Probleme zu diskutieren. Wer sich dafür interessiert, der besucht eines der berühmten Weingüter wie zum Beispiel Fontodi, Tenuta degli Dei, Fattoria la Quercia und viele mehr, die Sie auf der Homepage viticoltoripanzano.com nachlesen können.

4.Geheimtipp – Gaiole

Das Dörfchen Gaiole besteht aus mehreren Fraktionen, die auf einer Fläche von 130 Quadratkilometer über einige Hügel verstreut sind. Von den gut 3000 Einwohnern sind viele Winzer. Um den reizenden Ortskern verstreut sind viele Burgen und Weingüter. Die wichtigste Burg ist das Castello di Brólio der Adelsfamilie Ricasoli. Die sehenswerte Burg thront auf einem Hügel und ist Sitz eines der ältesten Weinbaubetriebe Italiens. Der «eiserne Baron» wie Bettino Ricasoli (1809 bis 1880) genannt wurde, war der Erfinder der optimalen Mischung für einen Chianti, die im weitesten Sinne heute noch Gültigkeit hat. Der Hauptanteil, mindestens 80 Prozent, müssen Sangiovese sein, genau festgelegte heimische rote Trauben konnten beigefügt werden und, um den Wein süffiger zu machen, ein kleiner Prozentsatz weißer Trauben. Dieser weiße Zusatz ist heute verboten. Wer Wein, insbesondere Chianti liebt, kommt an Castello di Brólio nicht vorbei. Empfehlenswert ist der Besuch der schicken, modernen Enoteca wo man die Weine verkosten und kaufen kann. In der gemütlichen Osteria werden toskanische Gerichte aufgetischt, begleitet vom hauseigenen Wein.

5. Geheimtipp – Weingut Felsina

Im Vergleich zu vielen anderen hübschen Chianti-Dörfern könnte man Castelnuovo Beradenga eher links liegen lassen, nicht so, wenn man passionierter Rotweinfreund ist, denn hier befindet sich das international hoch geschätzte Weingut Felsina. Die Weine der Fattoria Felsina zählen zu den besten im südlichen Chianti. Sie sind kraftvoll und dennoch von einer enormen Eleganz. Richtung des bezaubernden Festungs-Mini-Dörfchens Gusmè liegt das Weingut Felsina der Familie Poggiali, flankiert von Zypressen. Ein wenig weiter, in der Località San Felice lockt ein Besuch des Weinguts gleichen Namens, dessen Weine seit über 50 Jahren eine konstante Qualität aufweisen. Nebenbei ist das Borgo San Felice mit seinen winzigen Gassen, kleinen Plätzen und der romanischen Kirche einen kleinen Aufenthalt wert. Hunger bekommen? Dann sind sie in der Gemeinde Castelnuovo Beradenga genau richtig, denn hier gibt es gleich zwei Sternerestaurants. Da ist zum einen das Poggio Rosso in San Felice, wo Sie in einem wunderschönen Ambiente eine exquisite, kreative Küche erwartet. Ein weiteres sternengekröntes Haus ist La Bottega del 30, in der Via di Santa Caterina, wo die Französin Madame Hélène zusammen mit Nadia Mongiat feine toskanische Gerichte zubereitet, begleitet von den großartigen Weinen der umliegenden Weingüter.

6. Geheimtipp – San Miniato und Montaione

San Miniato und Montaione haben, wenn es um Genuss geht, die Nase ganz weit vorne. Ein weiterer Vorteil dieser beiden Orte ist, dass sie ziemlich unspektakulär sind, und deshalb genießt man hier ein ruhiges Dorfleben, die liebliche Landschaft, das gute Essen, die feinen Weine und die herzliche Gastfreundschaft. Montaione liegt zwischen Feldern, Weinbergen und Olivenhainen und ganz in der Nähe wird Safran angebaut und verarbeitet. San Miniato al Tedesco erreicht man über 129 Stufen, aber es lohnt sich hinaufzusteigen in die obere Stadt, denn die Aussicht ist gigantisch. Unbedingt einen Besuch abstatten sollte man der Metzgerei Lo Scalco und der Pasticceria von Paolo Gazzarrini und dann kehren Sie in die Osteria del Popolo an der Piazza ein. Die beste Zeit nach San Miniato zu kommen ist für Feinschmecker der November, denn dann ist Trüffelzeit. Die ganze Stadt liegt unter einer Trüffelwolke, den rund um den Ort gedeiht der weiße Trüffel, von dem Kenner behaupten, er sei noch aromatischer, als der von Alba. Im Ristorante papaveri e papere, inmitten grüner Wiesen, einzukehren ist wirklich empfehlenswert, zum einen wegen der raffinierten köstlichen Gerichte, zum anderen wegen des vorzüglichen Weinangebots.

7.Geheimtipp – Montalcino

Montalcino ist unumstritten ein malerisches Dorf das zum Flanieren einlädt, aber in erster Linie ist es ein Mekka für Weinkenner. Zu allererst lohnt es sich im Dorf selbst in den Ristorante und Enotecen einzukehren um nicht nur gut zu essen, sondern auch um das eine oder andere Glas Rosso di Montalcino oder Brunello di Montalcino zu genießen. Da ist z. B. die Enoteca Fiaschettria Italiana, die Enoteca Osteria Osticcio oder die Enoteca La Fortezza um nur einige zu nennen. Anschließend kann man natürlich selbst auf Entdeckungstour zu den Winzern gehen, aber entspannter ist so eine Weinprobe, wenn man nicht mit dem eigenen Auto fahren muss. Artimisia Viaggi, direkt bei der Fortezza gelegen, bietet organisierte Touren zu Weingütern an. Neben den berühmten Weingütern wie Luce von Frescobaldi, Caprili oder Biondi Santi lohnt sich der Besuch von klassischen Familienweingütern wie Fattoi oder die sehenswerte Tenuta Le Potazzine, um nur einige zu nennen.

8. Geheimtipp – Montepulciano

Einer alten Weisheit zufolge kommt guter Wein immer aus einer schönen Landschaft mit bodenständigen und geselligen Menschen. Auf Montepulciano trifft das hundertprozentig zu. Die Stadt im Orcia-Tal, ein Welterbe der UNESCO, thront auf einem knapp 600 Meter hohen Tuffsteinhügel. Alleine das Städtchen selbst ist schon einen Besuch wert, aber der Name Nobile di Montepulciano lockt natürlich zudem Weinliebhaber in Scharen hierher. Dieser Wein gehört neben Brunello di Montalcino und Chianti zu den drei Spitzenweinen der Toskana. Den Beinamen «nobile» erhielt der Wein, der dort seit dem 17. Jahrhundert angebaut wird, im 18. Jahrhundert und die Region erhielt als erste in ganz Italien die begehrte DOCG Bezeichnung. Wie alle großen Rotweine der Toskana ist der Hauptbestandteil des Weins die Sangiovese-Traube, die hier prugnolo gentile heißt. Einen Vorgeschmack auf die heimischen Weine bekommen Sie zum Beispiel in der Entoeca la dolce vita oder in einer der vielen Enotecen in der Altstadt. Ein Traditonsweingut direkt in der Altstadt ist Contucci, klein aber mit charaktervollen Weinen ist die Poderi Sanguineto und lohnenswert ist auch ein Besuch des berühmten Weinguts Polizano, deren Weine man in der Enoteca Le stanze del Poliziano verkosten kann.

9. Geheimtipp – Scansano

Scansano, war noch vor einigen Jahrzehnten ein fast vergessenes Dorf, und das wäre es auch geblieben, hätte man nicht den Wein der Maremma den Beinamen «Scansano» gegeben. 1992 gründete eine Gruppe von 16 Winzern das Schutzkonsortium Morellino di Scansano um die Weine besser zu vermarkten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kam es in den 90iger Jahren zu einem regelrechten Maremma-Boom und heute sind mehrere hundert Weingüter Mitglieder im Konsortium. Eines davon gehört dem Zahnarzt Michael Buchheim aus Seeshaupt am Starnberger See, der sich mit seiner Frau den Traum vom eigenen Weingut erfüllt hat. Mittlerweile setzen Sie auf ihrem Weingut Poggio Nibbiale in Magliano di Toscana. ausschließlich auf biologischen Anbau und auf regionale Authentizität. Die meisten Weingüter liegen jedoch etwas außerhalb von Scansano, Richtung Grosseto , wie zum Beispiel die Fattoria Le Pupille oder Monteverro der Münchner Familie Weber in Capalbio.

10.Geheimtipp – Bolgheri

Bolgheri war ein hübsches, aber unbedeutendes Dorf, eingebettet in einer reizvollen Hügellandschaft, bis es mit einem Rotwein namens Sassicaia weltberühmt wurde. Nun ist es mit der Ruhe vorbei, denn Weinliebhaber aus aller Welt kommen in das kleine schmucke Dörfchen um die rundherumliegenden Weingüter berühmter Winzer zu besuchen. Die letzten Kilometer nach Bolgheri fährt man durch eine schnurgerade Zypressenallee, die einfach sensationell ist, und man könnte vermuten, dass man bereits damals ahnte, wie berühmt Bolgheri einmal werden würde. Es war Marchese Incisa della Roccetta der auf seinem Landgut San Guido bereits 1944 Cabernet Sauvignon Reben pflanzte und nur für sich und seine Freunde den Wein daraus kelterte. Als er schließlich 1968 den ersten Cabernet unter dem Namen Sassicaia auf den Markt brachte waren Weinkenner weltweit begeisterte. Es war der Beginn einer neuen Ära in Bolgheri. Heute gibt es eine Vielzahl berühmter Weingüter in und um das charmante Dorf, wie z. B. die Tenuta Biserno, Grattamacco, Le Macchiole, Castello di Bolgheri oder das Weingut der deutschen Familie Knauf Campo alla Sughera, die sich auf Besucher aus Deutschland freuen.