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Die Gemeinde Alcùdia liegt im Nordosten der Baleareninsel Mallorca und umfasst die Stadt Alcúdia, den Hafen Port d’Alcúdia sowie vier weitere Ortschaften; insgesamt hat die Gemeinde knapp 20.000 Einwohner. Der Name Alcúdia geht auf den arabischen Ausdruck “Al-Qudya” zurück, dies bedeutet “der Hügel” und bezieht sich auf die Lage des historischen Stadtkerns, der auf einem Bergrücken liegt. Dieser Bergrücken trennt die Bucht von Alcúdia von der nördlich gelegenen Bucht von Pollença und erstreckt sich auch auf die Halbinsel Cap des Pinar (auch Victòria genannt).

Der Ortsteil Port d’Alcúdia liegt an der Bucht von Alcúdia und ist eines der bekanntesten und ältesten Touristenzentren auf Mallorca, unzählige Hotels ziehen sich am schönen Sandstrand entlang. Der Ort bietet ein vielfältiges Freizeit- und Sportangebot sowie Geschäfte und Restaurants, im Hafen liegen Yachten und Segelschiffe. Der langgezogene Sandstrand fällt flach ab und ist somit ideal für Familien mit Kindern. Port d’Alcúdia wird geprägt von meist mehrstöckigen Hotelbauten, die zusammen über rund 30.000 Betten verfügen und vor allem auf Pauschaltourismus ausgerichtet sind.

Historische Wurzeln

Die Stadt Alcúdia hingegen bietet ein ganz anderes Bild, innerhalb einer fast vollständig erhaltenen Stadtmauer liegt die mittelalterliche Altstadt mit ihren malerischen Gassen und Plätzen. Die frühesten Wurzeln der Stadt gehen auf das Jahr 2000 vor Christus zurück, aus dieser ursprünglichen Zeit sind heute noch drei Begräbnishöhlen erhalten. Etwa um 70 vor Christus wurde im Bereich des heutigen Stadtgebiets von Alcúdia die römische Stadt Pollentia gegründet, deren Überreste bei Ausgrabungen freigelegt wurden und heute besichtigt werden können. Im “Monografischen Museum von Polèntia” sind viele Fundstücke der Ausgrabungen von Pollentia wie Münzen, Gläser, Grabbeigaben und Steintafeln ausgestellt, das Museum ist im einstigen Krankenhaus von Alcúdia untergebracht. Es werden Gruppenführungen durch das Museum und durch die Ausgrabungsstätten von Pollentia angeboten.

Die heutige Stadt Alcúdia wurde Ende des 13. Jahrhunderts gegründet, in dieser Zeit wurde auch mit dem Bau der Stadtmauer und der Kirche begonnen. Die ursprüngliche Kirche brach im Jahr 1870 zusammen, an ihrer Stelle wurde die heutige Pfarrkirche “Sant Jaume” errichtet. Die Kirche im neugotischen Stil ist am südwestlichen Rand der Altstadt in die Stadtmauer integriert worden. Neben der Kirche “Sant Jaume” steht die Kapelle “Sant Crist” im Stil der Renaissance, in der eine antike Christusfigur aus Holz verehrt wird. Weiterhin sehenswert sind die gotische Kirche Santa Anna aus dem 13. Jahrhundert und die Einsiedelei “Ermita de la Victòria” aus derselben Zeit.

Natur

Die Gemeinde Alcúdia umfasst zudem zwei ganz verschiedene Naturräume – die Halbinsel “Cap des Pinar” sowie das Sumpfgebiet “S’Albufereta”. Die zerklüftete, felsige Halbinsel “Cap des Pinar” ist aufgrund der schwierigen Zugänglichkeit noch recht ursprünglich und kaum besiedelt, Kiefern und Steineichen prägen die bergige Landschaft. Die höchste Erhebung ist der Berg Talaia d’Alcúdia mit 444 m, den man bei einer schönen Wanderung besteigen kann und der einen wunderbaren Panoramablick über die Umgebung bietet.

Das knapp 212 Hektar große Naturreservat “S’Albufereta” liegt im nördlichen Teil der Gemeinde Alcúdia und ist ein Sumpfgebiet mit vielen kleinen Kanälen. Obwohl die Kanäle mit dem Meer verbunden sind, besteht der Sumpf aus Süßwasser, er ist Brutstätte für viele verschiedene Vogelarten.

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Stefanie Jehle
Stefanie Jehle
Backoffice, Content-Management & Administration, "Voyage, Voyage".

Die im Jahr 1987 noch auf Vinyl erschienene Hit-Single der französischen Sängerin Desireless sagt so manches aus über das Wesen und die Präferenzen von Stefanie Jehle. Zunächst: Reisen ist ihre Passion. Dabei führt sie ihre spontane Neugierde auch an die entlegensten Orte dieser Welt. Ihre persönliche Lieblings-Destination ist jedoch Frankreich. Nicht nur deshalb, weil Stefanie so gut französisch spricht (ihr Englisch und Italienisch sind allerdings nur unwesentlich schlechter), es ist einfach die Lebensart unserer westlichen Nachbarn, die ihr so gut gefällt.