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Das Baskenland wird vor allem mit Spanien in Verbindung gebracht und ein Großteil der Region liegt auch in diesem Land. Doch ein kleinerer Teil des Baskenlandes befindet sich in Frankreich, in der Region Aquitaine im Südwesten des Landes. Das französische Baskenland (“Pays Basque Français”) ist trotz regionaler Bestrebungen kein eigenständiges Département, sondern bildet zusammen mit der historischen Provinz Béarn das Département Pyrénées-Atlantiques. Seit dem Jahr 1997 wird es jedoch als “pays” geführt, was einem regionalen Entwicklungsverband entspricht.

Das französische Baskenland besteht aus den drei historischen Regionen Soule, Labourd und Nieder-Navarra, neben Französisch wird schon seit jeher Baskisch gesprochen. Die wenigen größeren Städte des Gebietes, Bayonne, Biarritz und Anglet, liegen am nordwestlichen Rand am Atlantik oder an der Adour-Mündung, der Rest des französischen Baskenlandes ist größtenteils ländlich geprägt. Der südliche Teil der Region liegt in den Pyrenäen, jedoch außerhalb der Zentralpyrenäen, der höchste Berg im französischen Baskenland ist der Pic d’Orhy mit einer Höhe von 2.017 m.

Tourismus

Die ländlichen Gebiete im Inneren des Baskenlandes sind noch recht ursprünglich und laden mit ihrer wunderbaren Natur zu Aktivitäten im Freien wie Wandern, Mountainbiken oder im Winter auch Skifahren ein. Die Landschaft ist saftig grün und erinnert an das Allgäu, auf dem hügeligen Weideland grasen Schafe und “blonde” Kühe mit großen Kuhglocken um den Hals, das Panorama im Hintergrund bilden die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen. Ähnlich wie in den Alpen wird das Vieh im Sommer auf die höher gelegenen Weiden getrieben, im Herbst findet dann der Almabtrieb statt. Das französische Wort “transhumance” bezeichnet die Umquartierung des Viehs, sowohl den Almauftrieb als auch den Almabtrieb, vielerorts ist dieses Ereignis ein Grund zum Feiern.

Ein bekannter Pilgerort im französischen Baskenland ist St.-Jean-Pied-de-Port, dort beginnt mit dem “Camino Francés” der traditionelle Teil des Jakobswegs. Der Ort liegt direkt an der spanischen Grenze und wird von der Nive durchquert, auf beiden Seiten des Flusses liegt die Altstadt innerhalb der Stadtmauer. Die Nive wird gesäumt von mittelalterlichen Häusern, deren Holzbalkone über dem Wasser hängen. Oberhalb von St.-Jean-Pied-de-Port liegt die Zitadelle, die in alle vier Himmelsrichtungen von Bastionen gesichert wird.

Bei Larrau gibt es eine Sehenswürdigkeit, die man nur durch eine Wanderung erreichen kann: die Hängebrücke “Passerelle d’Holzarte”. Nur wer schwindelfrei ist, wird sich über die 140 m lange Brücke trauen, die sich 170 m über dem Abgrund der Olhadubie-Schlucht spannt. Die ursprüngliche Brücke wurde in den 1920er Jahren von italienischen Arbeitern erbaut; im Jahr 2011 wurde die Brücke grundlegend saniert. Früher wurde das Holz aus den Wäldern über die Brücke transportiert, heute wird sie von den Bauern für die “transhumance” genutzt.

Zu den wichtigsten Wintersportorten im französischen Baskenland gehört La-Pierre-Saint-Martin, das auf über 2.000 m Höhe liegt und dadurch bis ins Frühjahr recht schneesicher ist. Doch auch im Sommer lohnt ein Besuch, die Aussicht vom Gipfel ist traumhaft und reicht bei klarem Wetter über 100 Kilometer weit bis Orthez und Pau. Angeblich kann man bei idealer Fernsicht sogar das Meer sehen.

Stefanie Jehle
Stefanie Jehle
Backoffice, Content-Management & Administration, "Voyage, Voyage".

Die im Jahr 1987 noch auf Vinyl erschienene Hit-Single der französischen Sängerin Desireless sagt so manches aus über das Wesen und die Präferenzen von Stefanie Jehle. Zunächst: Reisen ist ihre Passion. Dabei führt sie ihre spontane Neugierde auch an die entlegensten Orte dieser Welt. Ihre persönliche Lieblings-Destination ist jedoch Frankreich. Nicht nur deshalb, weil Stefanie so gut französisch spricht (ihr Englisch und Italienisch sind allerdings nur unwesentlich schlechter), es ist einfach die Lebensart unserer westlichen Nachbarn, die ihr so gut gefällt.