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Bari
12. November 2013
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Rom
14. November 2013
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Die Stadt Bordeaux liegt im Südwesten Frankreichs an der Garonne, ca. 45 km von der Atlantikküste entfernt. Die Garonne macht in der Stadt einen großen Bogen und vereinigt sich ein paar Kilometer hinter Bordeaux mit der Dordogne zum Mündungstrichter Gironde, der nach über 70 km in den Atlantik mündet. Die Gezeitenkräfte des Atlantiks sind bis ins Stadtgebiet zu spüren, so steigt bei Flut der Pegel der Garonne um etwa einen Meter; teilweise kommt es auch zu Springfluten. Der Fluss teilt Bordeaux in zwei Teile, das linke und das rechte Garonne-Ufer, wobei ein Großteil der Stadt am linken Ufer liegt.

Weltweit bekannt ist Bordeaux für den Weinanbau, der sich die besonderen klimatischen und geologischen Bedingungen rund um die Stadt zunutze macht. Das milde Klima und die wasserdurchlässigen Böden sind ideal für den Weinbau, ein breiter Streifen Pinienwald an der Küste schützt die Region vor kühlen Seewinden und die Wasserfläche der Gironde wirkt wie ein riesiger Wärmespeicher. Der Weinhandel ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Stadt.

Bordeaux wird in acht Verwaltungsbezirke (“Arrondissements”) unterteilt, die Bewohner identifizieren sich jedoch eher mit den 12 historisch gewachsenen Stadtvierteln. Die historische Altstadt liegt innerhalb der einstigen Stadtmauer an der Garonne und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Durch die Altstadt verlaufen 2 Hauptachsen: von Süd nach Nord die Rue Sainte-Catherine, von Nord nach West der Cours Victor Hugo, der an der Brücke “Pont de Pierre” endet.

Sehenswürdigkeiten

Die Altstadt besticht weniger durch einzelne Bauwerke als vielmehr durch ihr historisches Gesamtbild: die harmonischen Häuserzeilen, Parks und Gärten sowie die spätbarocke Gliederung der Plätze und Straßen ergeben eine malerische Kulisse. Am Ufer der Garonne zieht sich eine beeindruckende Häuserzeile aus Bürgerhäusern entlang, diese “Fassade” ist weltberühmt.

Die Kathedrale Saint-André gehört mit einer Länge von 127 m zu den größten Kathedralen in ganz Frankreich; die beiden Türme am Nordportal sind 81 m hoch. Neben der Kirche steht der 50 m hohe Glockenturm Pey-Berland, der höchste öffentlich zugängliche Aussichtspunkt von Bordeaux. Auch die Basilika Saint-Michel kann mit einem Turm aufwarten, der mit seinen 114 m Höhe die anderen noch übertrifft. Weitere sehenswerte Kirchen sind unter anderem Saint-Louis, Sainte-Croix, und Saint-Bruno.

Zu den Wahrzeichen der Stadt zählt weiterhin das Grand Théâtre, das zwischen 1773 und 1780 im klassizistischen Stil erbaut wurde und lange Zeit als größtes und schönstes Theater in Frankreich galt. Die Inneneinrichtung ist in gold, blau und Marmor gehalten, es gibt Platz für ca. 1.100 Besucher.

Der ehemalige Bischofssitz Palais Rohan wurde im Jahre 1835 zum Rathaus umgewandelt. In zwei Flügeln auf der Rückseite des Gebäudes ist heute das Kunstmuseum untergebracht. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der ehemalige Rathausturm Grosse Cloche mit seiner riesigen Glocke, die ehemaligen Stadttore Porte Cailhau und Porte de Bourgogne sowie das römische Amphitheater Palais Gallien.

Einer der größten städtischen Plätze in ganz Europa ist der Place des Quinconces, der sich über eine Fläche von 126.000 qm erstreckt. In Richtung Garonne befinden sich zwei Säulen und eine Freitreppe, auf der gegenüberliegenden Seite steht das Monument aux Girondins. Weitere wichtige Plätze in Bordeaux sind der Place du Parlement, der Place de la Bourse sowie der kreisrunde Place de la Victoire, in dessen Mitte ein Triumphbogen steht.

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Andrea Wohllaib
Andrea Wohllaib
Unsere Expertin für Italien, Griechenland und Kroatien, "Biturbo".

Andrea Wohllaibs auffälligstes Merkmal im Arbeitsalltag ist ihre Abwesenheit: Wenn sie nicht da ist, türmen sich überall Stapel an zu erledigender Arbeit. Andrea ist berüchtigt für ihre Effizienz, die - einem Turbolader beim Verbrennungsmotor ähnlich - ab einer bestimmten Drehzahl einsetzt und dann ordentlich für Druck sorgt.