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Bester Preis & Premium Service

Kundenbewertung

7124 Kunden bewerten uns mit der Note 4,8/5 (Stand November 2016)

Wie beurteilen Sie die Beratung und Kompetenz unserer Mitarbeiter

4,9/5

Abwicklung des Reservierungsvorganges

4,8/5

Freundlichkeit unserer Mitarbeiter

4,8/5

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4,7/5

Qualität und Umfang der Reiseunterlagen

4,6/5


Bester Preis

Falls Sie eines unserer Angebote zu einem günstigeren Preis entdeckt haben, werden wir uns bemühen, mindestens die gleichen Konditionen anzubieten.


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Kompetenz individuelle Beratung und Service

  • Wir bereisen regelmäßig und ausführlich unsere Zielgebiete, denn nur durch intensive Erfahrung lernt man Land, Leute und deren Gebräuche kennen
  • Dazu gehört auch, dass wir jedes Hotel, jede Villa oder Ferienresidenz persönlich inspizieren. Genau deshalb sind Sie bei uns in der Beratung gut aufgehoben. Guter Service macht eben den Unterschied!

 


Rechtssicherheit und Notfall-Hilfe!

Sollte es während Ihres Urlaubs zu unerwarteten Schwierigkeiten kommen, genießen Sie bei einer Buchung über uns folgende Vorteile:

  • Sie haben einen deutschen Ansprechpartner
  • Sie können fast rund um die Uhr auf unsere Assistenz per Telefon-Notruf-Hotline zurückgreifen und Sie werden von der Geschäftsführungsebene persönlich betreut!
  • Alle Rechtsansprüche können an den Reisemittler Siglinde Fischer GmbH & Co.KG in Deutschland gestellt werden, der stellvertretend für seine Leistungsträger über eine vollumfängliche Haftpflichtversicherung verfügt
  • Sicherung Ihrer Zahlungen (Anzahlung und Restzahlungen) über einen Sicherungsschein (bei Insolvenz eines Leistungsträgers sind alle Zahlungen versichert)
 
 
 

Der Canal du Midi

02.07.2014

Im Südwesten Frankreichs, in den Regionen Midi-Pyrénées und Languedoc-Roussillon, befindet sich der Canal du Midi. Er führt von der Stadt Toulouse zum Mittelmeer und zusammen mit dem Canal de Garonne nordwestlich von Toulouse verbindet er den Atlantik mit dem Mittelmeer. Das erste Stück von Toulouse bis zum Scheitelpunkt in Narouze führt bergauf, dann geht es stetig abwärts bis zum Mittelmeer. Größere Städte am Canal du Midi sind Carcassonne, Béziers und Agde, bei Marseillan mündet der Kanal in die Lagune "Étang de Thau". Erbaut wurde der Kanal zwischen 1667 und 1681 von Pierre-Paul Riquet, seit dem Jahr 1996 ist er UNESCO-Weltkulturerbe.

Geschichte des Canal du Midi


Von jeher wurde es als erstrebenswert angesehen, eine Verbindung vom Atlantik zum Mittelmeer zu schaffen, um so den beschwerlichen und fast sechsmal so langen Seeweg um die Iberische Halbinsel zu vermeiden. Nachdem es bereits Überlegungen in der Antike und im Mittelalter gab, wurde das Projekt jedoch erst im 17. Jahrhundert in Angriff genommen. Es war der in Béziers geborene Pierre-Paul Riquet, der in langjähriger Arbeit die Pläne für den Kanal und alle notwendigen Bauwerke entwarf. Er löste auch das Problem der Wasserzufuhr, welches bisher den Bau verhindert hatte, indem er Wasser aus den Schwarzen Bergen zum Kanal leitete. Im Jahre 1667 wurde dann mit der Errichtung des Wasserreservoirs am Scheitelpunkt begonnen, bereits 14 Jahre später wurde der Canal du Midi eröffnet. Leider erlebte Pierre-Paul Riquet die Eröffnung nicht mehr mit, er starb im Oktober 1680. Sein Nachfolger war Sébastien de Vauban, der noch einige Verbesserungen ausführen und neue Bauwerke erstellen ließ.

Der Kanal gilt als eine der größten Meisterleistungen der Baukunst des 17. Jahrhunderts und war wohl die größte Baustelle in ganz Europa zur damaligen Zeit. Riquet beschäftigte bis zu 12.000 Arbeiter, die er gut behandelte und angemessen entlohnte. Der Canal du Midi war zur damaligen Zeit der wichtigste Verkehrsweg in Südfrankreich und verhalf der Region zu einem beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Der Kanal wurde mit Lastkähnen befahren, die von Zugtieren bewegt wurden. Für diese Zugtiere, meist Pferde, wurden links und rechts des Kanals Treidelpfade angelegt; an diesen Pfaden wurden Bäume, hauptsächlich Platanen, zum Schutz vor Sonne und Verdunstung gepflanzt.

Doch nicht nur Lasten, sondern auch Reisende und Post wurden auf dem Canal du Midi befördert, allerdings konnte sich die Schifffahrtsstraße ab Ende des 19. Jahrhunderts nicht mehr gegen die Konkurrenz der Eisenbahn durchsetzen. Mit dem Bau der Autobahn parallel zum Kanal verlor dieser Mitte des 20. Jahrhunderts endgültig seine Bedeutung für den Frachtverkehr, jedoch wurde die Wasserstraße in den 1970er Jahren für den Tourismus entdeckt. Heute lockt der Canal du Midi Jahr für Jahr rund 50.000 Urlauber an, die mit gemieteten Hausbooten auf dem romantischen Kanal schippern. Die Treidelpfade links und rechts des Kanals laden zu Fahrradtouren, Wanderungen und Ausritten ein.

Bauwerke am Canal du Midi


Da der Scheitelpunkt des Canal du Midi 189 m über dem Meeresspiegel liegt, sind zahlreiche Schleusen notwendig. Durch ihren ovalen Grundriss haben die Schleusen eine höhere Stabilität und bieten trotz der schmalen Toren mehreren Schiffen gleichzeitig Platz. Derzeit sind 63 Schleusen in Betrieb, von denen gut die Hälfte noch von Schleusenwärtern betrieben wird. Meist wohnen die Schleusenwärter direkt an ihrer Schleuse, viele haben ihre Häuser liebevoll hergerichtet und es werden oft regionale Produkte oder Kunsthandwerk zum Kauf angeboten.

Eines der eindrucksvollsten Bauwerke am Canal du Midi ist die Schleusentreppe von Fonserannes unweit von Béziers. Hier wird in sechs Stufen (ursprünglich waren es acht) ein Höhenunterschied von 13,6 Metern überwunden; die Durchfahrtszeit beträgt flussaufwärts etwa 45 Minuten, flussabwärts etwa 30 Minuten. Direkt neben der Schleusentreppe wurde 1984 ein Schiffshebewerk eröffnet, das jedoch im Jahr 2011 wegen geringer Nachfrage und vieler Defekte wieder stillgelegt wurde. Ebenfalls recht außergewöhnlich ist die Rundschleuse von Agde, in welcher Schiffe in einen Nebenkanal "abbiegen" können, um so in die Stadt Agde zu gelangen. Hierfür werden die Schiffe in der Schleuse um 90 Grad gedreht - eine absolute Novität zur damaligen Zeit.

Da der Canal du Midi viele Straßen und auch Flüsse kreuzt, mussten unzählige Brücken gebaut werden. Außergewöhnlich für das 17. Jahrhundert war der Bau von Kanalbrücken, von denen 50 Stück existieren. Damals weltweit einzigartig war der Kanaltunnel von Malpas, der 160 m weit unter einem Hügel hindurchführt. Die 126 Straßenbrücken wurden in gewölbten Bögen über den Kanal gebaut und haben aufgrund ihrer geringen Breite und Höhe die Durchfahrt großer Schiffe verhindert. Nicht zuletzt deswegen wurde der Kanal nie ausgebaut und blieb in seinem ursprünglichen Zustand erhalten, was ihm auch den Titel eines Weltkulturerbes einbrachte.

Kategorie: Allgemein, Reisetipps, Natur
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