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Die Camargue

Die berühmte Camargue ist eine Landschaft in Südfrankreich und liegt im Mündungsdelta der Rhone. Nördlich der Stadt Arles teilt sich der Fluss in zwei Arme, die Grand Rhône und die Petit Rhône, und dazwischen liegt ein Großteil der Camargue. Westlich der Petit Rhône befindet sich die Petit Camargue, die sich bis Aigues-Mortes erstreckt.

Das ungefähr 930 qkm große Gebiet besteht überwiegend aus fruchtbarem Schwemmland, das für den Anbau von Obst, Gemüse und Reis sowie für die Viehzucht genutzt wird. Außerdem wird die Camargue von großen Salinen geprägt, in denen neben normalem Speisesalz auch das edle “Fleur de Sel” gewonnen wird.

Die Landschaft ist recht flach und es gibt zahlreiche Seen, der größte unter ihnen ist der Étang de Vaccarès. Je nach Jahreszeit können die flachen Seen auch austrocknen. Eine Art Wahrzeichen der Region sind die wildlebenden weißen Camargue-Pferde sowie die großen Stierherden; die Tiere leben zwar im Freien, haben aber alle einen Besitzer. Die Stiere müssen bei den Stierkämpfen in den Arenen der Region antreten, ihr Fleisch ist in der provenzalischen Küche eine Spezialität. Außerdem findet man in der Camargue eine große Artenvielfalt an Wasservögeln, bekannt sind vor allem die Flamingos. Am östlichen Ufer des Étang de Vaccarès kann man an einer Beobachtungsstation Wildtiere und Vögel beobachten.

Die Camargue gehört verwaltungstechnisch größtenteils zur Stadt Arles, die dadurch das größte Gemeindegebiet in ganz Frankreich aufweist. In Arles befindet sich auch das “Museon Arlaten”, ein Museum, das sich mit der Geschichte und Kultur der Camargue befasst. Ein weiteres Museum, das “Musée de la Camargue”, befindet sich am Mas du Pont de Rousty. Die größte Stadt in der Camargue ist Saintes-Maries-de-la-Mer, ein bedeutender Wallfahrtsort am Mittelmeer nahe der Mündung der Petit Rhône.

Saintes-Maries-de-la-Mer

Die Kleinstadt mit ihren gut 2.000 Einwohnern wird bereits im 4. Jahrhundert erstmals erwähnt; heute ist sie ein bedeutendes Pilgerziel und auch bei Touristen sehr beliebt. Die Wehrkirche Notre-Dame-de-la-Mer wurde im 9. Jahrhundert erbaut, im 14. Jahrhundert befestigt und steht noch heute.

Im Jahre 1448 entstand in Saintes-Maries-de-la-Mer ein Marienkult, nachdem angebliche Reliquien der Heiligen Marie Salomé sowie Marie Jacobé entdeckt wurden. Anschließend pilgerten zahlreiche Gläubige nach Saintes-Maries-de-la-Mer, das im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Namen inne hatte. Mit der Französischen Revolution kam der Zustrom der Pilger zum Erliegen, da der Marienkult verboten und die Kirche zum Teil zerstört wurde. Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche jedoch restauriert und der Ort bekam seinen heutigen Namen.

Derzeit finden in Saintes-Maries-de-la-Mer jedes Jahr drei Wallfahrten statt, zwei im Mai und eine Ende Oktober. Neben den beiden Heiligen Marie Salomé und Marie Jacobé wird hier auch Sara, die Schutzheilige der Gitans (spanische Roma), verehrt.

Stefanie Jehle
Stefanie Jehle
Backoffice, Content-Management & Administration, "Voyage, Voyage".

Die im Jahr 1987 noch auf Vinyl erschienene Hit-Single der französischen Sängerin Desireless sagt so manches aus über das Wesen und die Präferenzen von Stefanie Jehle. Zunächst: Reisen ist ihre Passion. Dabei führt sie ihre spontane Neugierde auch an die entlegensten Orte dieser Welt. Ihre persönliche Lieblings-Destination ist jedoch Frankreich. Nicht nur deshalb, weil Stefanie so gut französisch spricht (ihr Englisch und Italienisch sind allerdings nur unwesentlich schlechter), es ist einfach die Lebensart unserer westlichen Nachbarn, die ihr so gut gefällt.