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Die Costa Smeralda

Schon der Name deutet auf das hin, was einen erwartet: Die Costa Smeralda ist ein Synonym für türkisblaues Meer, traumhafte Buchten und glasklares Wasser. Schade nur, dass dieses Paradies für Normalsterbliche ein fast unbezahlbarer Luxus bleibt, denn die Immobilienpreise sind astronomisch hoch. Wer die Costa Smeralda dennoch erleben möchte, dem sei geraten, ein Hotel etwas nördlicher zu wählen, wie z.B. das „Capo D’Orso“, ein wunderschönes 5-Sterne-Haus in Traumlage, gewiss nicht billig aber dennoch preislich nur ein Bruchteil dessen, was Häuser wie das „Cala di Volpe“ oder „Pitrizza“ kosten. Hier bezahlt man für ein normales Doppelzimmer in der Hauptsaison einen vierstelligen Euro-Betrag pro Nacht.

Dabei ist die Bezeichnung “Costa Smeralda” ein Kunstname, der von den Marketing-Spezialisten des Prinz Karim Aga Khan kreiert wurde. Die ganze Geschichte: Bis Ende der 1950er Jahre war der ca. 55 Kilometer lange Küstenstreifen im Nordosten Sardiniens eine der einsamsten und verlassensten Gegenden Sardiniens. Der ursprüngliche Name der damals vorwiegend von Schafen bevölkerten und fast ausschließlich nur auf dem Seeweg erreichbaren Gegend lautete Monti di Mola („Mühlstein-Berge“.). Es gab nur wenige Einwohner, die als Bauern und Hirten ein kärgliches Dasein fristeten. Es muss Ende der 1950er Jahre gewesen sein, als eine internationale Investmentgruppe um den Ismaeliten-Prinz Karim Aga Khan ein Angebot über angeblich eine Million US-Dollar für das viele Tausend Hektar große – vermeintlich wertlose – Naturidyll machte, welches auch prompt angenommen wurde. Später wurde der sardischen Bevölkerung klar, dass dieses ein Ausverkauf war, man sprach von der „geraubten Küste“ und es gab einige spektakuläre Entführungsfälle. Letztendlich hat jedoch die ganze Insel von dieser Entwicklung profitiert, so gehört Sardinien heute doch zu den begehrtesten Reisezielen Europas und darf sich glücklich schätzen, sehr behutsam mit der Bebauung der Küsten umgegangen zu sein.

Die Costa Smeralda hat es jedenfalls geschafft, Sommerresidenz der Reichen und Schönen zu werden. Das internationale Jet Set stellt sich spätestens Anfang Juli ein – vornehmlich mit Privatjet. Vom Fußballspieler bis zum Oligarchen – alles ist dabei und wenn man sich an warmen Sommerabenden in eine der sündhaft teure Aperitif-Bars in Porto Cervo oder Porto Rotondo setzt, erhascht man durchaus mal einen Blick auf einen James Bond Darsteller, potenzielle Bond-Girls, einen Abramowitsch samt neuer Frau und andere Berühmtheiten. Oder man schafft es, über den Concierge einer Luxus-Herberge, Einlass in den Flavio Briatore-Nightclub „Billionaire“ zu finden. Vielleicht ist ja gerade Michael Douglas oder Tom Cruise da?

Eigentlich ist es aber auch nicht so schlecht, seine Zelte an einer anderen der so zahlreichen schönen Küstenabschnitte aufzuschlagen, überall gibt es Traumstrände und hübsche Hotels. Inklusive eines abendlichen Ausfluges an die so mondäne Costa Smeralda…

Jörg Fischer
Jörg Fischer
Leitung Produktmanagement, "Let it Roll".

Jörg kennt fast alle Zielgebiete wie seine Westentasche und hat fast alle Ferienhäuser und Hotels persönlich inspiziert.

Manche Dinge ändern sich, andere nicht. Für Jörg galt schon immer: Vorliebe für gutes Essen und sehr gute Weine, für komfortables Reisen sowie eine echte Abneigung gegen sportliche Betätigung. Dinge die sich ändern: So manches Hobby - erst unlängst musste die geliebte "Ducati Sportclassic" einer kleinen Sammlung an amerikanischen Gibson- und Fender-Gitarren weichen.