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Wo fahren wir hin?

Jahr für Jahr taucht in meiner kleinen Familie unweigerlich diese Frage nach dem perfekten Urlaub auf. Dann folgt die Zeit des Grübelns, des Blätterns in Magazinen und des Surfens im Internet, die stets mit derselben schlichten Feststellung endet: Urlaub = Meer, zumindest einmal im Jahr.

Schon wandert der Finger gedanklich über die Landkarte – von wilden Klippen an der portugiesischen Atlantikküste über kleine Buchten im Osten Mallorcas, romantische Städtchen an der Cinque Terre, Felsnasen an der kroatischen Adria, bis hin – ja, bis hin nach Griechenland. Und schon steht wieder einmal fest: Urlaub + Meer = Griechenland.

Hinterfragt habe ich unsere Griechenland-Gleichung bisher nicht. Warum auch, ist ja immer aufgegangen. Und die Bilder, die im Kopf bleiben, sprechen für sich: Griechenland ist vielleicht die faszinierendste Symbiose aus Klarheit und Einfachheit.

Es beginnt bei der Architektur, welche die Hotels und Villen auszeichnet: strahlendes Blau, schlichte weiße Wände, jede Menge Lässigkeit und viel viel Blick! Oder kennen Sie ein europäisches Land, das den Traum vom “Haus am Meer” so konsequent und einzigartig erfüllt wie Griechenland? Blättern Sie mal weiter, wenn Sie zweifeln…

Zum Haus oder Hotel am Meer kommen wundervolle Strände – sicher funktioniert unsere Griechenland-Gleichung deshalb auch so gut. Ob auf der vom Tourismus (fast) vergessenen Insel Alonnisos mit ihren zum Teil winzigen Sandbuchten zwischen roten Felsen – eine griechische Robinsonade! Ob an den langen weißen Sandstränden im Südwesten von Kos, unterbrochen nur von urigen Tavernen unter schattenspendenden Kiefern.

Oder im “Sani Resort” auf Chalkidiki, zu dem ein einsamer, kilometerlanger Strand mit hellgelbem Sand und wirklich kristallklarem Wasser gehört. Wer’s komfortabel mag, lässt sich hier von den ganz in Weiß gekleideten Strandjungs einen Schirm über weich gepolsterten Liegen aufspannen und einen Drink servieren. Wer Natur sucht, geht ein paar Schritte weiter und ist… ganz allein! Und wer Hunger hat oder zu allein ist, sucht die coole “Bousoulas Beach Bar” auf, wählt einen Griechischen Salat oder ein Club Sandwich begleitet von einem Alpha-Bier im Mini-Eiskübel und blickt übers Meer zum Olymp. Wenn das die Götter wüssten, würden sie herüberkommen!

Für mich sind es übrigens auch die Weine, die Griechenland so anziehend machen. Der weiße, mineralisch-rassige Assyrtiko zum Beispiel. Und der Sauvignon Blanc, den sie hier in seiner erfrischend süffigen Form produzieren, nicht grasig wie in Neuseeland, nicht ölig wie in Südafrika, sondern mit feinen Stachelbeer- und Granny-Smith-Aromen und leicht bitzelnder Säure auf der Zunge. Einfach Sommer!

Und das Erstaunlichste an Griechenland zum Schluss: Im Jahr 2012 wollte kaum einer hin! “Die Krise”, sagen unsere Freunde! “Ja dass ihr euch das traut!?” und immer wieder: “Waren die nicht unfreundlich?”. Bei allem Verständnis für eine gesunde Portion Skepsis zur rechten Zeit, aber: Wir haben keine Sahara-Durchquerung gemacht, sondern einen europäischen Nachbarn besucht. Und wenn die Griechen etwas sind, dann zutiefst traurig, dass so viele ihr Paradies verschmähen. Ihre Gastfreundschaft, ihr Lächeln und ihr herzliches “Jassas!” haben sie darüber wahrlich nicht verloren. Höchste Zeit, dass wir uns die Griechenland-Gleichung noch einmal vorrechnen…

Jens Leichsenring ist Chefredakteur des Diners Club Magazins, das immer wieder besonders schöne Domizile aus unserem Angebot vorstellt. Bei unserem letzten Treffen schwärmten wir uns gegenseitig von unserem diesjährigen Griechenland Urlaub vor und seine Beschreibungen klangen so schön, dass wir ihn baten, sie hier für uns zu Papier zu bringen.

Karl Fischer
Karl Fischer
Gründer, "Der Artifex".

Karl Fischer war schon immer ein sehr umtriebiger Mensch, auf seine ureigene, sympathische Art und Weise. Der geborene Allgäuer hat auch immer konsequent das Credo verfolgt, authentisch und lebensbejahend zu sein, immer mit beiden Beinen (Füßen - würde er sagen) auf dem Boden bleibend. Es war tatsächlich Karl Fischer, der 1983 die Geschäftsidee mit der Agentur für Ferienwohnungen hatte und es war Karl Fischer, der konsequent die Infrastruktur für den Erfolg der Firma schuf.