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Die Gebirgskette der Pyrenäen ist etwa 430 km lang und bildet die Grenze zwischen Spanien und Frankreich; sie trennt somit auch die Iberische Halbinsel vom Rest Europas. Das Gebirge erstreckt sich vom Mittelmeer im Osten bis zum Atlantik im Westen, mitten in den Bergen liegt das Fürstentum Andorra, ein Zwergstaat mit nur gut 85.000 Einwohnern und einer Fläche von ca. 468 qkm. Mit über 3400 m ist der Pico de Aneto der höchste Berg der Pyrenäen, rund 200 weitere Gipfel sind über 3000 m hoch und sind teilweise noch vergletschert. Das Gebirge wird unterteilt in die östlichen, die westlichen und die Zentralpyrenäen. In den Vorgebirgen der Pyrenäen wird Weinanbau betrieben, in den höheren Lagen steht die Weidewirtschaft mit Ziegen, Rindern und Schafen im Vordergrund. Aus der Milch der Nutztiere wird vielerorts Käse gewonnen, der oft in Höhlen im Kalkgestein reift.

Naturparks der Pyrenäen

Es gibt drei Nationalparks in den Pyrenäen, von denen zwei, der Nationalpark “Ordesa y Monte Perdido” und der Nationalpark “Aigüestortes i Estany de Sant Maurici”, in Spanien liegen, einer liegt in Frankreich, der “Parc National des Pyrénées”. Sie wurden geschaffen, um die einzigartige Fauna und Flora des Gebirges zu schützen. In den Pyrenäen gibt es etwa 4500 verschieden Pflanzenarten, von den rund 150 nur dort vorkommen, also endemisch sind, wie etwa die Pyrenäen-Lilie. Auch viele seltene und teilweise vom Aussterben bedrohte Tierarten wie der Europäische Nerz und der Pyrenäen-Desman aus der Familie der Maulwürfe leben in den Bergen, auf französischer Seite gibt es auch einige Braunbären. Häufiger kommen etwa Gämsen und Murmeltiere sowie verschieden Adler- und Geierarten vor.

Urlaub in den Pyrenäen

Wer in den Pyrenäen Urlaub macht, kann bei Wanderungen Ruhe und unberührte Natur genießen, im Winter laden zahlreiche Skigebiete zum Wintersport ein. Außerdem gibt es in den Pyrenäen zahlreiche Kurorte mit Thermalquellen, in denen man einen entspannenden Wellness-Urlaub verbringen kann. Auch eine ganz andere Art von Touristen ist in den Bergen unterwegs: Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Der klassische Jakobsweg startet im französischen Städtchen Saint-Jean-Pied-de-Port, das direkt an der spanischen Grenze liegt, und führt durch die Pyrenäen sowie Nordspanien.

Der Wallfahrtsort Lourdes

Zu den bekanntesten Städten in den Pyrenäen zählt der französische Wallfahrtsort Lourdes, der am Fluss Gave du Pau im nördlichen Vorgebirge auf 420 m Höhe liegt. Im Jahr 1858 soll die Jungfrau Maria mehrfach in der Nähe der Felsenhöhle “Massabielle” gesichtet worden sein und eine Quelle trat dabei in der Grotte zutage. Auf der Grotte wurde eine Kirche errichtet und die Quelle soll Heilkräfte besitzen, es wird von mehreren Wunderheilungen berichtet. Heute ist Lourdes eine der meistbesuchten katholischen Wallfahrtsstätten weltweit und wird mit rund 6 Millionen Übernachtungen pro Jahr in Frankreich nur noch von Paris übertroffen.

Der Cirque de Gavarnie

Ein spektakuläres Naturerlebnis bietet sich im Cirque de Gavarnie, einem Felsenkessel an der spanischen Grenze. Über 1500 m ragen die Berge über dem Kesselgrund auf, der einen Durchmesser von 2 km hat. Von den Felsen stürzen Europas höchste Wasserfälle, die Gavarnie-Fälle, über 420 m in die Tiefe; das Wasser stammt aus einem unterirdischen Gletschersee und fließt nach dem Fall in den Fluss Gave du Pau. Einer der Berge am Cirque de Gavarnie, der Mont Perdu (span. Monte Perdido) gehört seit dem Jahr 1997 zum UNESCO-Welterbe.

Stefanie Jehle
Stefanie Jehle
Backoffice, Content-Management & Administration, "Voyage, Voyage".

Die im Jahr 1987 noch auf Vinyl erschienene Hit-Single der französischen Sängerin Desireless sagt so manches aus über das Wesen und die Präferenzen von Stefanie Jehle. Zunächst: Reisen ist ihre Passion. Dabei führt sie ihre spontane Neugierde auch an die entlegensten Orte dieser Welt. Ihre persönliche Lieblings-Destination ist jedoch Frankreich. Nicht nur deshalb, weil Stefanie so gut französisch spricht (ihr Englisch und Italienisch sind allerdings nur unwesentlich schlechter), es ist einfach die Lebensart unserer westlichen Nachbarn, die ihr so gut gefällt.