Die südliche Atlantikküste Frankreichs

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Die südliche Atlantikküste Frankreichs

Die südliche französische Atlantikküste gehört ab der Gironde-Mündung zur Region Aquitaine. An der Küste ist das Klima recht mild, die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 15° C; der meiste Niederschlag fällt von Oktober bis Januar. Im Hochsommer beträgt die durchschnittliche Wassertemperatur des Atlantiks etwa 20° C, die Lufttemperatur etwa 26° C. Die klassische Reisezeit für Badeurlaub ist im Juli und August, allerdings herrscht in diesen Monaten wegen der Sommerferien (auch in Frankreich) am meisten Trubel. Wer es etwas ruhiger mag, kann auf Juni oder September ausweichen.

Die nördlichen etwa 200 Kilometer der Küste gehören zu den Départements Gironde und Landes und werden durch einen durchgehenden Sandstrand gekennzeichnet. Südlich der Bucht von Arcachon befindet sich die größte Sanddüne Europas, die “Dune du Pyla” (auch “Dune du Pilat” genannt). Diese Wanderdüne ist etwa 110 m hoch, 500 m breit und 2,7 km lang und bewegt sich ständig weiter in den dahinter liegenden Wald. Diese Düne ist ein wahrer Touristenmagnet, von oben bietet sich ein beeindruckender Blick über die Bucht von Arcachon, den Atlantik und die ausgedehnten Kiefernwälder des Département Landes. Gegenüber der “Dune du Pyla” befindet sich die Halbinsel Cap Ferret mit ihrem bekannten Leuchtturm.

Das Département Landes wird vom größten Waldgebiet in Westeuropa geprägt, das sich auch in die Départements Gironde und Lot-et-Garonne hinein erstreckt. Einstmals bestand das flache Gebiet aus einer Heide- und Sumpflandschaft, die unter Napoléon Bonaparte trockengelegt und aufgeforstet wurde; die Wälder bestehen zum großen Teil aus Seekiefern. An der Küste mit ihrem durchgehenden Sandstrand befinden sich zahlreiche bekannte Badeorte wie Biscarrosse-Plage, Hossegor und Mimizan-Plage, die optimale Bedingungen für Schwimmer und Surfer bieten – insbesondere die Stadt Hossegor gehört zu den beliebtesten Surfspots der gesamten Atlantikküste.

Im französischen Baskenland unweit der Grenze zu Spanien liegen die Städte Bayonne, Anglet und Biarritz, welche im Laufe der Zeit zusammengewachsen sind. In Bayonne findet jedes Jahr Anfang August eines der bekanntesten und größten Volksfeste in Frankreich statt, die “Fêtes de Bayonne”. Im Mittelpunkt dieses baskischen Festes steht ein Stierlauf auf der Place Saint André. Das bekannte Heil- und Seebad Biarritz war bis zum Jahre 1854 ein recht unbedeutendes Fischerdorf und erlebte ab dann einen rapiden Aufschwung. Kaiserin Eugénie verbrachte zwei Monate in Biarritz und daraufhin ließ ihr Ehemann, Napoléon III., eine prächtige Residenz bauen (diese wird heute als Hotel genutzt). Danach kam das Kaiserpaar jeden Sommer in die Stadt und weitere Adelige folgten, darunter die Könige von Württemberg, Portugal und Belgien sowie Kaiserin Elisabeth (Sissi). Heute ist Biarritz vor allem bei Surfern beliebt und gilt als eine der Hochburgen des Surfsports in Europa.

Nur etwa fünf Kilometer von der spanischen Grenze entfernt befindet sich der beliebte Badeort Saint-Jean-de-Luz an einer ruhigen Bucht, die Schutz vor den oftmals starken Wellen des Atlantiks bietet. Die Grenzstadt zu Spanien heißt Hendaye, diese wird durch den Fluss Bidasoa von der spanischen Stadt Irún getrennt. Sehenswert ist hier das Schloss “Abbadie” aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, das von einer großen Parkanlage umgeben wird und seinen Namen vom Erbauer Antoine Thomson d’Abbadie hat, einem französischen Forschungsreisenden.

Stefanie Jehle
Stefanie Jehle
Backoffice, Content-Management & Administration, "Voyage, Voyage".

Die im Jahr 1987 noch auf Vinyl erschienene Hit-Single der französischen Sängerin Desireless sagt so manches aus über das Wesen und die Präferenzen von Stefanie Jehle. Zunächst: Reisen ist ihre Passion. Dabei führt sie ihre spontane Neugierde auch an die entlegensten Orte dieser Welt. Ihre persönliche Lieblings-Destination ist jedoch Frankreich. Nicht nur deshalb, weil Stefanie so gut französisch spricht (ihr Englisch und Italienisch sind allerdings nur unwesentlich schlechter), es ist einfach die Lebensart unserer westlichen Nachbarn, die ihr so gut gefällt.