Die Toskana und ihre Küche – kulinarische Genüsse in Italien

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Kulinarische Genüsse waren wohl schon immer ein wichtiges Element bei der Auswahl des Urlaubszieles Toskana. Die toskanische Küche konnte sich im Laufe der Jahre als die bekannteste aller regionalen Küchen Italiens etablieren, und das vor allem in den Köpfen nordeuropäischer Reisender. Doch sahen sich viele Anhänger lukullischer Freuden enttäuscht beim Besuch rustikaler Trattorien oder verträumter Osterien. Man hatte bis vor wenigen Jahren oft das schale Gefühl, es werde einem irgendwie immer dasselbe aufgetischt. Crostini mit Leberpastete, toskanischen Schinken, Lasagne, Ribollita und Bistecca Fiorentina oder anderes geröstetes Fleisch, nicht selten Wild. Dazu dünnen, nach Holz und Säure schmeckenden Rebensaft mit einem schwarzen Hahn auf dem Flaschenhals.

War das die berühmte toskanische Küche?

Wohl hat es mit dem Einzug des Massentourismus in die Toskana in den 60er und 70er Jahren eine Verlotterung der Sitten gegeben. Die eigentliche Kochkunst toskanischer Küchenchefs hat schließlich eine jahrhundertealte Tradition, die Rezepte sind unerschöpflich und an Virtuosität mit dem Umgang ihrer Ingredienzen einzigartig. Wer Gaumenfreuden sucht, ist hier an der falschen Adresse. Die echte toskanische Küche kann man wohl am besten mit wenigen Worten charakterisieren: feinste und frischeste Zutaten, meist aus eigenem Anbau, in einfache, aber schmackhafte und komplexe Gerichte verwandelt und mit bestem Olivenöl veredelt. Das sind Gerüche und Geschmackserlebnisse, die süchtig machen.

Leider litt diese gute Tradition in der besagten Zeit, niedrige Ansprüche der Konsumenten waren wohl ausschlaggebend dafür. In den letzten Jahren änderte sich dieses Bild gottlob wieder. Dazu führte nicht zuletzt der Umstand, daß sich die Esskultur der Toskana-Reisenden deutlich besserte und eine Vielzahl von Lokalen mit neuen Gastronomie-Konzepten eröffnete. Diese Entwicklung fand natürlich nicht singulär in Restaurants statt, sondern in der Gesamtheit seiner Elemente: Metzger liefern wieder besseres Fleisch, Winzer komplexere und tiefgründigere Weine, die Olivenbauern achten auf die ideale Reife bei der Ernte und so fort. Der heutige Urlauber kann sich nun zwischen vielerlei Arten von Lokalen entscheiden. So ist für das schnelle Mittagessen während einer Besichtigungs-Tour der Besuch einer Weinbar anzuraten. Hier bekommt man günstig kleine und oft interessante Gerichte, dazu ein ordentliches Glas Wein. Trattoria und Osteria sind meist Garantie für typische und ländliche Gerichte, im Ristorante darf es auch mal Fisch oder Gerichte aus anderen Regionen Italiens sein.

Hilfe bei der Auswahl des richtigen Lokals leisten eine Reihe von alternativen Restaurantführern, wie der Slow-Food Führer “Osterie d’Italia” oder der “Ristoranti d’Italia” des Feinschmeckermagazins Gambero Rosso. Im übrigen gilt wohl auch hier: Es geht nichts über eine gute Empfehlung!

Jörg Fischer
Jörg Fischer
Leitung Produktmanagement, "Let it Roll".

Jörg kennt fast alle Zielgebiete wie seine Westentasche und hat fast alle Ferienhäuser und Hotels persönlich inspiziert.

Manche Dinge ändern sich, andere nicht. Für Jörg galt schon immer: Vorliebe für gutes Essen und sehr gute Weine, für komfortables Reisen sowie eine echte Abneigung gegen sportliche Betätigung. Dinge die sich ändern: So manches Hobby - erst unlängst musste die geliebte "Ducati Sportclassic" einer kleinen Sammlung an amerikanischen Gibson- und Fender-Gitarren weichen.