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Die Stadt Dubrovnik liegt in einer Exklave südlich von Kroatien, durch einen Streifen der Republik Bosnien-Herzegowina wird dieser Landesteil vom Rest Kroatiens abgetrennt.

Dubrovnik befindet sich etwa in der Mitte dieser Exklave an der Adria und war ursprünglich eine Insel, die im 12. Jahrhundert durch Aufschüttung des Kanals mit dem Festland verbunden wurde. Der kroatische Name der Stadt geht auf das slawische Wort “Dubrava” zurück, was Eichenhain bedeutet – die Siedlung auf dem Festland trug diesen Namen, da das Gebiet von einem Eichenwald bedeckt war. Der Name der kleinen Insel war Ragusa, was sich vom griechischen oder römischen Wort für “steil” ableitet.

Dubrovnik hat heute etwa 44.000 Einwohner und wird wegen ihrer kulturellen Bedeutung auch “Perle der Adria” oder “Kroatisches Athen” genannt, sie gehört zu den schönsten Städten im Mittelmeerraum und ist ein Zentrum des Tourismus – zunehmend beliebt auch beim internationalen Jet Set. Erreichbar ist Dubrovnik per Charterflug, per Auto über die Autobahn A1 oder per Fähre vom italienischen Bari oder verschiedenen kroatischen Städten aus.

Sehenswürdigkeiten

Die komplette Altstadt von Dubrovnik zählt seit dem Jahr 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird von eindrucksvollen Stadtmauern umgeben. Die Mauern stellen die besterhaltene Befestigungsanlage Europas dar, sie sind insgesamt 1940 m lang und zwischen 3 und 6 m breit; zu Fuß sind die Mauern komplett begehbar.

Innerhalb der Stadtmauern gibt es eine Vielzahl an sehr gut erhaltenen Bauwerken aus allen Epochen der Stadtgeschichte, so etwa das Rathaus, der Fürstenpalast, das Zollhaus, die Kathedrale, die Kirche des Heiligen Blasius sowie drei große Klöster. Das Franziskanerkloster beherbergt die älteste Apotheke in Europa, die bereits seit dem Jahr 1317 existiert.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Altstadt sind der Sponza-Palast und der Rektorenpalast, der Glockenturm sowie die Rolandsäule, die einst als Sinnbild einer freien Stadt galt. Teile der Altstadt wurden während des Kroatienkrieges 1991-92 beschädigt, mittlerweile sind die Schäden jedoch fast komplett behoben.

Der Stradun (“Große Straße”) ist die Prachtstraße und größte Hauptstraße in Dubrovniks Altstadt, sie entstand Ende des 11. Jahrhunderts als der Kanal zwischen Insel und Festland zugeschüttet wurde. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Straße gegen Ende des 17. Jahrhunderts, als Dubrovnik nach dem massiven Erdbeben von 1667 wieder aufgebaut wurde.

Zu beiden Seiten der Stradun wurden steinerne Barockhäuser mit einheitlichen Fronten erbaut, in deren Erdgeschoss sich jeweils Kaufläden befanden, die den Handel wieder ankurbeln sollten. Die Straße bildet die kürzeste Verbindung zwischen dem Pile-Stadttor im Westen und dem Ploce-Stadttor im Osten; heute finden dort alle großen Prozessionen und Feste statt.

Außerhalb der Altstadt liegt das Fort Revelin, das einst den Stadthafen schützte. Der alte Hafen wird heute nur noch von kleineren Booten genutzt, unter anderem verkehren von dort Ausflugsboote zur Inseln Lokrum mit ihrer artenreichen Vegetation. Westlich der Altstadt liegt eine weitere Befestigungsanlage, die Festung Lovrijenac, die bereits Mitte des 11. Jahrhunderts erbaut wurde und über deren Portal der Wahlspruch der Dubrovniker steht: “Non bene pro toto libertas venditur auro”, zu deutsch “Für alles Gold der Welt werden wir unsere Freiheit nicht verkaufen”.

Vom Hausberg Dubrovniks, dem Srd, bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die Stadt, den Hafen und das Mittelmeer. Oben auf dem Berg befindet sich eine Festung aus der Zeit Napoleons. Auf den Berg gelangt man zu Fuß oder mit dem Auto, die Seilbahn wurde im Kroatienkrieg 1991-92 zerstört.

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Andrea Wohllaib
Andrea Wohllaib
Unsere Expertin für Italien, Griechenland und Kroatien, "Biturbo".

Andrea Wohllaibs auffälligstes Merkmal im Arbeitsalltag ist ihre Abwesenheit: Wenn sie nicht da ist, türmen sich überall Stapel an zu erledigender Arbeit. Andrea ist berüchtigt für ihre Effizienz, die - einem Turbolader beim Verbrennungsmotor ähnlich - ab einer bestimmten Drehzahl einsetzt und dann ordentlich für Druck sorgt.