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Veranstaltungen in der Provence
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Ein kurzer Abriss der Geschichte Siziliens

Die ersten Invasoren

Eine Liste von Invasoren auf Sizilien bringt all die üblichen Verdächtigen auf die Bühne: Phönizier, Karthager, Griechen, Römer, Araber, Byzantiner, Spanier, Normannen. Die wichtigsten kulturellen Einflüsse der Insel stammen jedoch zweifellos von den Griechen, die Sizilien ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. kolonialisierten und bis heute bestens erhaltene architektonische Meisterwerke hinterließen.

Das römische Imperium

Danach folgte die Zeit als Teil des römischen Imperiums, nicht gerade eine glückliche Zeit für Sizilien: Die Insel war eine Art Kornkammer des Reiches, der Posten des Statthalters war nicht gerade die beliebteste Stelle für Karrieristen in der römischen Nomenklatura.

Die arabische Invasion

Im Jahr 831 n. Chr., kam es zur arabischen Invasion, mit der wieder eine Zeit der Blüte in Sizilien einzog: Handel, Landwirtschaft und Bergbau wurden unter arabischem Einfluss gefördert, Sizilien wurde bald eine der reichsten Regionen der damaligen Welt.

Die ersten Normannen

Schließlich kamen im Jahr 1061 die Normannen, gründeten Palermo und hinterließen ihre noch heute sichtbaren Gene in der Form von Sommersprossen und rotblonden Haaren. Nach etwa 400 Jahren normannischer Herrschaft zogen dann die Kaiser der Staufer in die Paläste ein. Diesen sollten mehrere Kaiser verschiedener Herkunft folgen (Kaiser des Heiligen Römischen Reiches), bis schließlich die spanischen Bourbonen im Jahr 1734 die Insel Sizilien mit Neapel als “Königreich der zwei Sizilien” vereinigten.

Die Einigung Italiens

Etwa 100 Jahre später erreichte Giuseppe Garibaldi am 11. Mai 1860 von Marsala aus seine kühne und dramatische Einigung von Italien. Aber auch das machte die sizilianische Bevölkerung nicht wirklich glücklich, die vorwiegend, vom Adel ausgebeutet, in verarmten Zuständen lebte. So kam es, dass zahlreiche Sizilianer ihr Schicksal selbst in die Hand nahmen: Fast 1 Million Männer und Frauen wanderten vor Ausbruch des 1. Weltkrieges in die USA aus.

Die Fehler der Alliierten

Ironischerweise waren es gerade die Alliierten, welche die Mafia, nach Ausrottung derselben durch Mussolini, in Gestalt von Lucky Luciano quasi wieder einführten – als Dank für die Hilfe im Kampf gegen die Faschisten sowie als Garant einer antikommunistischen Position Siziliens. Seither befindet sich die Region in einem immerwährenden Kampf mit der Mafia. Zwar hat die rohe Gewalt auf den Straßen nachgelassen, jedoch ist die Mafia, jetzt smarter und unauffälliger, im täglichen Leben Siziliens durchaus präsent. So wurde erst im Jahr 2012 der Ministerpräsident der Region, ein bekannter Mafioso, aus dem Amt geschasst. Eines ist jedoch sicher: Die Bevölkerung ist der Mafia überdrüssig, ganz im Gegensatz zum 19. Jahrhundert, als der Mafia Robin Hood’sche Charakterzüge zugesprochen wurde, wird diese heute nur noch als lästige Verbrecherbande empfunden.

Jörg Fischer
Jörg Fischer
Leitung Produktmanagement, "Let it Roll".

Jörg kennt fast alle Zielgebiete wie seine Westentasche und hat fast alle Ferienhäuser und Hotels persönlich inspiziert.

Manche Dinge ändern sich, andere nicht. Für Jörg galt schon immer: Vorliebe für gutes Essen und sehr gute Weine, für komfortables Reisen sowie eine echte Abneigung gegen sportliche Betätigung. Dinge die sich ändern: So manches Hobby - erst unlängst musste die geliebte "Ducati Sportclassic" einer kleinen Sammlung an amerikanischen Gibson- und Fender-Gitarren weichen.