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25. November 2013
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Die Stadt Grosseto hat gut 80.000 Einwohner und befindet sich in der südlichen Toskana, in der sogenannten Maremma. Grosseto ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und gilt als Zentrum der Maremma, einer Landschaft, welche früher ein ausgedehntes, sumpfiges Gebiet umfasste, heute jedoch ein beliebtes Urlaubsziel darstellt.

Grosseto liegt in einer Ebene, die im Norden an die Colline Metallifere, im Westen an das Mittelmeer, im Süden an das Flussdelta des Ombrone und im Osten an das Massiv des Monte Amiata grenzt.

Heutzutage wurde in der Provinz Grosseto die Landwirtschaft vom Tourismus als wichtigstem Wirtschaftssektor abgelöst, doch es werden auch weiterhin Obst, Zitrusfrüchte, Gemüse und Getreide in den Ebenen sowie Oliven und Wein auf den Hügeln angebaut.

Das Stadtwappen ziert ein Greif, der ein Schwert in der Hand hält. Der Vogel Greif ist Bestandteil vieler Städtewappen, das Schwert erinnert an die Kämpfe gegen die kaisertreuen Waiblinger (“Ghibellinen”) allgemein und im Besonderen an die Vertreibung der Truppen von Ludwig IV.

Geschichte der Stadt

Grosseto wurde im Mittelalter gegründet, die Ursprünge gehen auf eine im Jahr 803 von den Aldobrandeschi in Besitz genommenen Kirche samt Ländereien zurück. Als im Jahre 1138 der Bischofssitz nach Grosseto verlegt wurde begann der Aufschwung der Stadt. In diesem Zusammenhang wird die Siedlung auch erstmals mit dem Namen “Grossetum” benannt.

Durch die Konflikte zwischen den papsttreuen Guelfen, zu denen die Feudalherren der Aldobrandeschi gehörten, und den kaisertreuen Ghibellinen (von Siena ausgehend), war Grosseto in einem ständigen Machtgerangel gefangen.

Letztendlich fiel die Stadt jedoch 1336 endgültig an Siena, das Grosseto jedoch gut 200 Jahre später an Florenz verlor. Die zu der Zeit herrschenden Medici hatten jedoch nur geringes Interesse an der Stadt und deren Umgebung, da das Gebiet zunehmend wieder versumpfte und die tückische Malaria einen Großteil der Einwohnern dahin gerafft hatte. Von einst über 3.000 Bewohnern waren in Grosseto im Jahre 1745 nur noch 648 übrig.

Erst im 19. Jahrhundert wurden erneut Maßnahmen zur Trockenlegung der Sümpfe eingeleitet und die Stadt wurde wieder bewohnbar. Die Malaria wurde jedoch erst in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts endgültig ausgerottet und die Stadt hat seitdem ihre Einwohnerzahl vervierfacht.

Sehenswürdigkeiten

Um das historischen Stadtzentrum Grossetos herum verläuft eine fünfeckige Befestigungsmauer mit vorstehenden Festungswerken, die zwei Fürsten aus dem Geschlecht Medici erbauen ließen. Der Mauerring, der über lediglich zwei Stadttore verfügt, ist zugänglich und wird von Grünanlagen eingefasst.

Im Zentrum von Grosseto befindet sich die Piazza Dante – ursprünglich stand hier die Festung der Aldobrandeschi, heute findet man an diesem Platz den Dom San Lorenzo sowie einen neugotischen Palast der Provinzialregierung.

Der Dom wurde im Stil der italienischen Gotik in beigem und rotem Kalkstein erbaut, mit dem Bau wurde bereits im Jahre 1294 begonnen. Auf der Piazza Dante steht auch ein Denkmal für Leopold II., der die Maßnahmen zur Entwässerung der Sumpflandschaft der Maremma initiiert hatte – er zertritt eine Schlange, die symbolisch für die Malaria steht.

Aus dem 13. Jahrhundert stammt die Franziskaner-Kirche, die mit einem Kreuzgang sowie Fresken aus dem 14. Jahrhundert aufwartet. In der Kirche befindet sich außerdem ein Kruzifix, das vermutlich der italienische Maler Duccio di Buoninsegna erschaffen hat.

Im Museo Archeologico e d’Arte della Maremma kann man eine umfangreiche Sammlung etruskischer Fundstücke und Kunstobjekte der Senesen bestaunen.

Restaurant-Tipps

  • Summertime, Capoliveri
  • La Solita Zuppa, Chiusi
  • Oste Scuro, Grosseto
  • Antica Fattoria del Grottaione, Castel del Piano
  • Il Garibaldi Innamorato, Piombino
  • Il Cantuccio, Castiglione della Pescaia

Weinempfehlungen

  • Tenuta San Guido, Bolgheri Sassicaia
  • Castello di Bolgheri, Bolgheri Superiore Castello di Bolgheri
  • Grattamacco, Bolgheri Superiore Grattamacco
Jörg Fischer
Jörg Fischer
Leitung Produktmanagement, "Let it Roll".

Jörg kennt fast alle Zielgebiete wie seine Westentasche und hat fast alle Ferienhäuser und Hotels persönlich inspiziert.

Manche Dinge ändern sich, andere nicht. Für Jörg galt schon immer: Vorliebe für gutes Essen und sehr gute Weine, für komfortables Reisen sowie eine echte Abneigung gegen sportliche Betätigung. Dinge die sich ändern: So manches Hobby - erst unlängst musste die geliebte "Ducati Sportclassic" einer kleinen Sammlung an amerikanischen Gibson- und Fender-Gitarren weichen.