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Das antike Volk der Etrusker lebte von 800 bis 100 v. Chr. im nördlichen Mittelitalien, was dem heutigen Gebiet der Regionen Umbrien, Toskana und dem Latium entspricht. Die griechische Bezeichnung des Volkes lautet Tyrrhenoi, die lateinische Bezeichnung lautet Etrusci oder Tusci, woraus sich der Name der Toskana herleitet.

Die Spuren der Etrusker sind heute noch in Populonia, Tarquinia, Vetulonia, Orvieto, Norchia und Cerveteri sichtbar, wichtige Museen für etruskischen Kunst sind das Archäologische Museum in Florenz und das Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia in Rom.

Theorien zur Herkunft

Über die Herkunft der Etrusker gibt es zwei Theorien:

Die Einwanderungstheorie

Einerseits die Einwanderungstheorie, welche besagt, dass die Etrusker sich aus einer aus Lydien in Kleinasien eingewanderten Bevölkerungsgruppe entwickelt haben. Diese Gruppe ist wohl aufgrund einer politischen Krise ausgewandert. Für diese Theorie spricht, dass es eine Verwandtschaft gibt zwischen der etruskischen Sprache und der lemnischen Sprache, die einst auf der griechischen Insel Lemnos gesprochen wurde. Es sind außerdem auch Parallelen zur lydischen Sprache zu erkennen. Ein weiterer Hinweis ist, dass die etruskische Kunst viele orientalische Elemente aufweist und eine Ähnlichkeit mit der lydischen Kunst zeigt.

Weiterhin sprechen auch moderne DNA-Analysen für die Einwanderungstheorie: Bei toskanischen Rindern wurde etwa nachgewiesen, dass diese einst aus dem Raum Kleinasien eingeführt wurden; eine Untersuchung von menschlichem Erbgut zeigte, dass die DNA von Männern aus Volterra und Murlo eine größere Verwandtschaft mit den östlichen Nachbarländern als mit dem Rest Italiens aufweist.

Die autochthone Theorie

Der Einwanderungstheorie gegenüber steht die autochthone Theorie. Diese geht davon aus, dass die etruskische Kultur aus der Villanova-Kultur heraus entstanden und dass die etruskische Sprache eine isolierte, vor-indoeuropäischen Sprache sei. Für diese Theorie spricht, dass die die Villanova-Kultur nahtlos in die etruskische Kultur überging, vor allem im Norden.

Geschichte der Etrusker

Erste Belege für die etruskische Kultur waren Grabfunde, welche auf die Zeit um 900 v. Chr. datiert wurden. Ab ca. 750 v. Chr. begann der Aufstieg der Etrusker zur Seemacht im Tyrrhenischen Meer. Die Etrusker erweiterten ihr Gebiet beständig und erreichten ihre Blüte im 6. Jahrhundert vor Christus. Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. begann der Niedergang des etruskischen Volkes mit der Vertreibung der Tarquinier aus Rom. Zahlreiche Niederlagen zerstörten ihre Herrschaft nach und nach, im Jahr 90 v. Chr. war das etruskische Reich dann vollständig ins Römische Reich assimiliert.

Kunst und Kultur

Die etruskische Kunst lässt sich grob in 4 Epochen gliedern. Von 800 bis 650 v. Chr. herrschte die orientalisierende Kunst vor, die Parallelen zum Nahen Osten (Anatolien) sowie zu Karthago aufwies. Danach entwickelte sich von 650 bis 500 v. Chr. die archaische etruskische Kunst, die einen starken Einfluss der korinthischen und ionischen Kultur aufwies. In der Blütezeit der etruskischen Kunst von 500 bis 300 v. Chr. ist der griechische Einfluss sehr groß. In der Spätzeit von 300 bis 100 v. Chr. geht der etruskische Charakter im Hellenismus auf.

Die etruskische Schrift ist an ein frühes griechisches Alphabet angelehnt und wird von rechts nach links geschrieben. Es sind nur wenige Schriftstücke erhalten, deswegen ist die Schrift auch nicht vollständig entschlüsselt. Die noch erhaltenen Texte können jedoch mit ein wenig Interpretation übersetzt werden.

Die etruskische Sprache ist wohl nicht indogermanischer Herkunft, es kann vielmehr eine Verwandtschaft mit alten Sprachen aus Kleinasien festgestellt werden. Eine absolut sichere Zuordnung zu einer Sprachgruppe ist jedoch nicht möglich.

Die Religion der Etrusker war an die griechische Göttermythologie angelehnt. Bei der sogenannten “Disciplina Etrusca”, die im Altertum sehr bekannt und berühmt war, wurden göttliche Signale interpretiert sowie der korrekte Umgang mit der Götterwelt gelehrt. Der oberste Gott der Etrusker war Voltumna.

Karl Fischer
Karl Fischer
Gründer, "Der Artifex".

Karl Fischer war schon immer ein sehr umtriebiger Mensch, auf seine ureigene, sympathische Art und Weise. Der geborene Allgäuer hat auch immer konsequent das Credo verfolgt, authentisch und lebensbejahend zu sein, immer mit beiden Beinen (Füßen - würde er sagen) auf dem Boden bleibend. Es war tatsächlich Karl Fischer, der 1983 die Geschäftsidee mit der Agentur für Ferienwohnungen hatte und es war Karl Fischer, der konsequent die Infrastruktur für den Erfolg der Firma schuf.