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Bei italienischen Inseln denkt man sogleich an Sardinien, Sizilien, Ischia, Capri oder Elba – doch es gibt auch eine Vielzahl kleinerer und unbekannter Inseln. Diese sind vom Massentourismus weitgehend unberührt und bieten ein authentisches Urlaubserlebnis ohne Hektik, Lärm und Stress. Klingt doch verlockend, oder?

Tremiti-Inseln

Oberhalb der Halbinsel Gargano in Apulien, die den Sporn des italienischen Stiefels bildet, liegt der Archipel der Tremiti-Inseln. Die Inselgruppe besteht aus den fünf Inseln San Domino, San Nicola, Capraia, Pianosa und Il Cretaccio, ob die Felsenklippe La Vecchia als sechste Insel zählt ist Diskussionssache. Bewohnt sind nur die beiden Inseln San Nicola und San Domino, die insgesamt knapp 500 Einwohner haben. Auf die Insel San Domino gelangt man mit der Fähre von Termoli aus (in der Hochsaison auch von weiteren Städten), von dort aus fahren Fähren hinüber nach San Nicola.

Auf den Inseln dürfen nur die Einheimischen Auto fahren und diese machen wenig Gebrauch davon, so dass man auch unbesorgt zu Fuß entlang der Straßen gehen kann. Viel geboten ist nicht auf den Inseln, es gibt nur eine Handvoll Geschäfte, Bars und Hotels. Alles ist auf das Wesentliche beschränkt: keine Boutiquen, keine Luxusyachten, keine Sternelokale, keine Edeldiscos wie auf anderen italienischen Inseln. Der einzige Sandstrand des Archipels befindet sich im Hauptort San Domino, Hauptattraktion ist die schillernde Unterwasserwelt, die für Taucher sehr viel zu bieten hat.

Ponza

Die Insel Ponza gehört zu den Pontinischen Inseln, die zwischen Rom und Neapel im Mittelmeer liegen. Man erreicht Ponza mit der Fähre von Formia, Anzio, Terracina, San Felice Circeo, Fiumicino und Neapel aus; das eigene Auto lässt man am besten am Festland zurück, auf der Insel kann man sich mit Taxi, Bus oder Boot am besten fortbewegen. Ponza hat etwa 3.300 Einwohner und ist 7,3 Quadratkilometer groß. Beliebt ist die Insel vor allem bei italienischen Touristen, insbesondere bei Römern, doch auch Prominente verbringen ihre Ferien gerne auf Ponza – am liebsten mit der eigenen Yacht.

An der Steilküste gibt es immer wieder schöne kleine Strände, die oft nur vom Wasser aus erreichbar sind; der bekannteste Strand der Insel ist die Chiaia di Luna, die von einer bis zu 100 m hohen Tuffsteinwand eingefasst wird und durch einen Tunnel aus der Römerzeit erreicht werden kann. Auf der Insel gibt es mehrere hervorragende Restaurants mit delikater Mittelmeerküche, die meist auch frischen Fisch und Meeresfrüchte anbieten. Die Natur auf Ponza ist intakt und lädt zu Wanderungen ein, auch die Unterwasserwelt rund um die Insel ist wunderschön und lässt sich dank des kristallklaren Wassers sehr gut erkunden.

Die Äolischen Inseln

Die Gruppe der Äolischen Inseln, auch Liparische Inseln genannt, liegt nördlich von Sizilien und besteht aus sieben bewohnten Inseln (Lipari, Stromboli, Vulcano, Panarea, Salina, Filicudi, Alicudi) sowie mehreren unbewohnte Inseln und Felsklippen. Auf die größeren Inseln gelangt man mit Fähren oder Tragflächenbooten von Neapel oder Milazzo aus, im Sommer auch von Palermo und Messina; allerdings fahren die Schiffe bei Sturm nicht, so dass die Inseln manchmal nicht erreichbar sind.

Die Äolischen Inseln gehören seit dem Jahr 2000 zum Weltnaturerbe der UNESCO und sind allesamt vulkanischen Ursprungs; auf der Insel Stromboli liegt mit dem gleichnamigen Vulkan der einzige ständig aktive Vulkan in Europa. Auf der Insel Vulcano gibt es mit dem Vulkan Grand Fossa einen weiteren leicht aktiven Vulkan, auf Lipari steigen an mehreren Stellen Dampf und Gase aus dem Erdinneren auf.

Die Ägadischen Inseln

Westlich von Sizilien befinden sich die Ägadischen Inseln, die aus den drei Inseln Marettimo, Favignana und Levanzo und mehreren kleineren Insel bestehen. Etwa 80% der knapp 4.400 Einwohner der Inselgruppe leben auf der größten Insel Favignana, 14% auf Levanzo und 5% auf Marettimo.

Erreichbar sind die Inseln von Trapani aus mit Fähren oder Tragflügelbooten und auch zwischen den Inseln verkehren Schiffe. Die Inseln können mit schönen Stränden und Buchten, kristallklarem Wasser und einer schönen Natur aufwarten und bieten eine friedliche Urlaubsatmosphäre.

Stefanie Jehle
Stefanie Jehle
Backoffice, Content-Management & Administration, "Voyage, Voyage".

Die im Jahr 1987 noch auf Vinyl erschienene Hit-Single der französischen Sängerin Desireless sagt so manches aus über das Wesen und die Präferenzen von Stefanie Jehle. Zunächst: Reisen ist ihre Passion. Dabei führt sie ihre spontane Neugierde auch an die entlegensten Orte dieser Welt. Ihre persönliche Lieblings-Destination ist jedoch Frankreich. Nicht nur deshalb, weil Stefanie so gut französisch spricht (ihr Englisch und Italienisch sind allerdings nur unwesentlich schlechter), es ist einfach die Lebensart unserer westlichen Nachbarn, die ihr so gut gefällt.