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Nach einem netten Abend in Ortiggia (die Fischsuppe zu Mittag war so üppig, dass wir uns am Abend mit Pizza und Bier begnügten), wachten wir am nächsten Morgen gut gelaunt und ausgeruht auf. Wir frühstückten auf der kleinen Terrasse der Pension und blieben noch eine Weile sitzen, derweil unter uns das tägliche Leben seinen Lauf nahm und die Stadt mit viel Geschäftigkeit erwachte. Man sah und hört hupende Lieferanten, Fahrzeuge, die ihre Ware pünktlich in den kleinen Geschäften der Altstadt abzuliefern hatten, man hörte, wie Rolläden mit blechernem Klag hochgezogen wurden und Eingänge sowie Schaufenster freimachen. Der Postbote fuhr mit einem Motorroller durch die Straßen und ließ sein Gefährt vor jedem Haus mit laufendem Motor mitten auf der Straße stehen. Wundersamerweise nahm der nachfolgende, sich aufstauende Verkehr das gelassen hin. Wie lautet doch der weise Spruch, der da besagt: Die Kunst des Lebens besteht darin, Dinge akzeptieren zu können, die man nicht ändern kann!

Nach dem Frühstück bezahlten wir und fuhren zu unserem Ferienhaus bei Siracusa, genauer gesagt in einer kleinen Ortschaft namens Fontane Bianche. Nachdem wir uns mindestens dreimal verfahren hatten und immer wieder an der selben Stelle landeten, riefen wir bei der angegebenen Kontakt-Telefonnummer an. Und schon nach wenigen Minuten raste eine Mercedes A-Klasse auf uns zu, aus der fröhlich ein junge Frau winkte und uns bedeutete: bitte folgen. Nach weiteren 10 Minuten erreichen wir endlich unser Ferienhaus und sind angenehm überrascht, als wir durch das sich elektrisch öffnende Eingangstor fahren. Ein wirklich schönes Haus mit großem, sehr gepflegten Garten, möblierter Terrasse und großem Swimming-Pool. Die Villa verfügt über vier Schlafzimmer und vier Badezimmer und bietet komfortabel Platz für acht Menschen. Der Preis pro Woche war mit 2000 Euro mehr als anständig. Die Lage eignet sich zudem perfekt für Ausflüge nach Siracusa, Noto, Avola, Modica, Ragusa und die anderen lohnenden Ziele der Umgebung. Das Ferienhaus sollte im Verlauf dieser Woche zu einer wahren Oase werden, auf die wir uns jeden Tag aufs Neue freuten.

Anschließend fuhren wir in das nahegelegene Städtchen Cassibile, um einzukaufen. Im Ortszentrum fanden wir alles, was wir uns wünschten: einen sehr guten Bäcker, einen sympathischen Metzger, ein ausgezeichnetes Fischgeschäft mit ganz frischer Ware, mehrere Supermärkte, eine Weinhandlung sowie einen Feinkostladen mit sizilianischen Spezialitäten. Dieser gehört dem sympathischen Salvatore, der seine Heimat wirklich liebt (“Wir sind Sizilianer und nicht Italiener!”) und eine feine Auswahl an lokalen Weinen, Ölen, Käse und Obst offeriert. Wir decken uns für die nächsten Tage ein und freuen uns darauf, selbst zu kochen.

Unser erstes eigenes Abendessen war einfach und wunderbar: die allgegenwärtigen Weine Nero d’Avola (rot) und Grillo (weiß), beide sehr trinkbar und erschwinglich, zusammen mit Salami, Schinken, Käse, Melone, Tomaten und wunderbar schmeckendem, süßem Obst (Kirschen, Aprikosen, Orangen, Erdbeeren, Wassermelonen, Pfirsiche – alles so viel besser als zu Hause). In glücklicher Stimmung gehen wir spät zu Bett.

Jörg Fischer
Jörg Fischer
Leitung Produktmanagement, "Let it Roll".

Jörg kennt fast alle Zielgebiete wie seine Westentasche und hat fast alle Ferienhäuser und Hotels persönlich inspiziert.

Manche Dinge ändern sich, andere nicht. Für Jörg galt schon immer: Vorliebe für gutes Essen und sehr gute Weine, für komfortables Reisen sowie eine echte Abneigung gegen sportliche Betätigung. Dinge die sich ändern: So manches Hobby - erst unlängst musste die geliebte "Ducati Sportclassic" einer kleinen Sammlung an amerikanischen Gibson- und Fender-Gitarren weichen.