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sizilien zitronen

Der weitere Verlauf unserer Reise über die Insel Sizilien führte uns für einen Ausflug nach Avola und Noto. Mit Ausnahme des Umstandes, dass diese wirklich netten Sizilianer fast jeden Meter Straßenrand in ihrem so schönen Land mit einer unglaublichen Menge an Müll verzieren müssen, fanden wir unsere Erkundungen immer herrlich und amüsierten uns über unseren immer sizilianischer werdenden Fahrstil.

Avola bietet einen schönen Strand und es gibt einen Parkplatz, ein kleines Café sowie eine schattige Bar mit Blick auf den Strand für jene, die etwas weniger sonnenhungrig sind. Wir hielten uns etwas am Strand auf, badeten im warmen, sauberen Meerwasser und aßen ein köstliches Zitroneneis. Die Kirche in Avola ist sehr hübsch, aber wir waren uns alle einig, dass die Hauptattraktion der Gegend die Stände sind, welche zu einem Naturschutzgebiet gehören (Riserva Naturale di Cava Grande de Cassibile).

Dagegen ist Noto wiederum ein kulturelles Highlight. Noto und der glorreiche “Corso Vittorio Emanuele” verdient seine Bezeichnung “UNESCO-Welterbe”. Die Kirchen und Gebäude entlang des Corso sind die schönsten restaurierten Barockbauten, die ich je gesehen habe. Dafür ist der Verkehr in Noto ein Drama, am besten lässt man den Wagen auf den Parkplatz an der Spitze in der Nähe des Corso, obwohl das nicht so leicht zu finden ist – wir brauchten vier Anläufe. Der Besuch in Noto hat sich aber auf jeden Fall gelohnt – in jeder Hinsicht.

Für das Mittagessen hatten wir das in verschiedenen Führern empfohlene “Ristorante Meliora” ausgesucht und genossen ein sehr gutes, wenn auch etwas teures Mittagessen (die meisten Restaurants direkt am Corso sind eher Touristenfallen, mit mittelmäßigem Essen und überhöhten Preisen). Anschließend freuen wir uns wieder auf unser Ferienhaus und den Pool, an dem wir den Rest des Tages verbrachten.

Den nächsten Tag widmeten wir abermals den schon beschriebenen Läden und Geschäften in Cassibile; im Übrigen freuten wir uns, diesen Tag ansonsten nur zu entspannen, Bücher zu lesen, zu essen und Wein zu trinken am Pool. Für den nächsten Tag hatten wir uns viel vorgenommen: das relativ weit entfernte Piazza Armerina und die römische “Villa Casale”, danach Mittagessen und Besuch von Caltagirone, berühmt für seine handbemalten Keramiken und endlose Treppen vor der Kathedrale. Es war schön und sinnvoll, vorher einen entspannten Tag zu genießen.

Die Fahrt nach Piazza Armerina dauerte 2,5 Stunden und wir waren froh, dass wir früh am Morgen gestartet waren, denn ab 10:30 Uhr liefen reihenweise die Reisebusse ein. Wir waren bereits eine Stunde früher da, fast alleine auf dem Gelände und bestaunten die großartigen antiken Mosaiken. Weiter ging es nach Caltagirone, dort aßen wir auch zu Mittag in einem Restaurant namens “Coria”, einem sehr schönen und gepflegten Lokal mit innovativer Küche. Zur Mittagszeit wird ein Drei-Gänge-Menü angeboten (nur unter der Woche). Dazu gab es das vermeintlich beste Brot Siziliens und zur Einstimmung ein “Amuse Geule” von frischem Spargel mit hausgemachter Ricotta und weitere Leckereien. Eine absolute Empfehlung! Nach dem Essen begaben wir uns auf den Weg nach Hause, wohl wissend um den Erholungswert, den der Pool uns dann bieten würde.

Der nächste Tag war der letzte volle Tag in Fontane Bianche und wir fuhren noch einmal an den Strand in Avola, blieben dort den ganzen Vormittag, nachmittags war Faulenzen am Pool angesagt. Abends gingen wir zum Essen in das Lokal des “Agriturismo Masseria sul Mare”, nur wenige Kilometer entfernt auf der Hauptstraße nach Avola. Für 25 Euro hatten wir eine opulente Mahlzeit mit Antipasti (eigene sonnengetrockneten Tomaten, gegrillte Auberginen, Spinat-Soufflé, hausgemachter Bauernkäse, Pilze), danach hausgemachte Pasta und anschließend einen Hauptgang mit sizilianischer Salsiccia vom Grill begleitet von Tomatensalat, als Dessert gab es Cannoli mit Zitronencreme und Honig-Ricotta, dazu lokale Weine… einfach wunderbar!

Jörg Fischer
Jörg Fischer
Leitung Produktmanagement, "Let it Roll".

Jörg kennt fast alle Zielgebiete wie seine Westentasche und hat fast alle Ferienhäuser und Hotels persönlich inspiziert.

Manche Dinge ändern sich, andere nicht. Für Jörg galt schon immer: Vorliebe für gutes Essen und sehr gute Weine, für komfortables Reisen sowie eine echte Abneigung gegen sportliche Betätigung. Dinge die sich ändern: So manches Hobby - erst unlängst musste die geliebte "Ducati Sportclassic" einer kleinen Sammlung an amerikanischen Gibson- und Fender-Gitarren weichen.