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Genua
31. Oktober 2013
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Rhodos
2. November 2013
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Die Stadt Montpellier befindet sich im Süden Frankreichs in der Region Languedoc-Roussillon, deren Hauptstadt sie ist. Mit über 255.000 Einwohnern gehört Montpellier zu den größten Städten der Mittelmeerküste Frankreichs; wenn man die Vororte auch hinzuzählt kommt man sogar auf über 400.000 Einwohner. Bezogen auf ganz Frankreich liegt Montpellier an achter Stelle der größten Städte des Landes.

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts verzeichnete die Stadt ein enormes Bevölkerungswachstum, vor allem in den 1960er Jahren kamen viele Flüchtlinge aus Algerien nach Montpellier.

Die Stadt am Fluss Lez liegt in einer Hügellandschaft und ist etwa 10 Kilometer vom Mittelmeer entfernt. Sie wurde auf zwei Hügeln erbaut, dem “Montpellier” und dem “Montpelliéret”, daher gibt es einige recht steile Straßen.

Montpellier ist einerseits ein Zentrum der Industrie (u.a. Metallverarbeitung, Chemikalien, Textilien), andererseits neben Paris, Aix-en-Provence und Toulouse eine der größten Universitätsstädte Frankreichs mit einer der ältesten Universitäten weltweit. An den drei Universitäten und vier “Grandes écoles” (spezialisierte Fachhochschulen mit hohem Prestige) gibt es etwa 60.000 Studenten, was knapp ein Viertel der Stadtbevölkerung ausmacht.

Montpellier verfügt über einen internationalen Flughafen sowie einen TGV-Bahnhof, mit dem Hochgeschwindigkeitszug erreicht man Paris knapp 3,5 Stunden; innerstädtisch gibt es Busse und zwei Straßenbahnlinien.

Sehenswürdigkeiten

Im Stadtteil Antigone östlich des Zentrums stehen einige imposante klassizistische Monumentalbauten, welche der katalanische Architekt Ricardo Bofill geplant hat. Dort kann man zwischen Wasserspielen und Grünflächen flanieren und die außergewöhnliche, entspannende Atmosphäre genießen.

Südöstlich des mittelalterlichen Stadtkerns von Montpellier liegt die Place de la Comédie, der zentrale Platz der Stadt. Seinen Namen verdankt der Platz der “Opéra Comédie”, dem städtischen Theater; auf dem Vorplatz des Theaters steht der Brunnen der “Drei Grazien”. Gesäumt wird der Platz von zahlreichen Cafés, Restaurants und Geschäften – hier pulsiert das Leben. Im Nordosten des Place de la Comédie schließt sich ein großer Park an, der sich bis zum “Corum”, dem großen Kongresszentrum Montpelliers, erstreckt.

Das “Musée Fabre” wurde im Jahre 1828 durch den Maler François-Xavier-Pascal Fabre gegründet und beherbergt etwa 4.000 Zeichnungen, 1.800 Gemälde, 1.500 Grafiken und mehrere hundert Skulpturen. Auf über 9000 qm können etwa 800 der Kunstobjekte und Gemälde besichtigt werden.

Der botanische Garten Montpelliers wurde bereits im Jahre 1593 angelegt und ist somit der älteste in Frankreich; er wurde damals speziell zur Untersuchung von Heilpflanzen erschaffen. Außerdem sehenswert sind die Kathedrale St.-Pierre, der Triumphbogen, der Tour de la Balbote sowie der Aquädukt Saint-Clément.

Auf dem höchsten Punkt der Stadt liegt die “Promenade du Peyrou”, die aus zwei Ebenen besteht und eine schöne Blick über die Stadt und die Umgebung bietet. Auf der oberen Ebene steht ein kolossales Reiterstandbild von König Ludwig XIV., dahinter befindet sich der Triumphbogen. Der Aquädukt Saint-Clément bildet einen Teil der Promenade, weiterhin gibt es hier noch das originelle Wasserreservoir “Chateau d’Eau” in Form eines kleinen Säulentempels.

Rund um die Stadt findet man einige elegante Schlösschen und Herrenhäuser, die sogenannten “Folies”, welche von Adligen und reichen Bürgern als Sommerresidenz erbaut wurden. Durch die stetige Ausdehnung der Stadt Montpellier liegen einige dieser Schlösser heute in den Vororten, andere noch mitten in den Weinbergen der Umgebung.

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Stefanie Jehle
Stefanie Jehle
Backoffice, Content-Management & Administration, "Voyage, Voyage".

Die im Jahr 1987 noch auf Vinyl erschienene Hit-Single der französischen Sängerin Desireless sagt so manches aus über das Wesen und die Präferenzen von Stefanie Jehle. Zunächst: Reisen ist ihre Passion. Dabei führt sie ihre spontane Neugierde auch an die entlegensten Orte dieser Welt. Ihre persönliche Lieblings-Destination ist jedoch Frankreich. Nicht nur deshalb, weil Stefanie so gut französisch spricht (ihr Englisch und Italienisch sind allerdings nur unwesentlich schlechter), es ist einfach die Lebensart unserer westlichen Nachbarn, die ihr so gut gefällt.