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Die französische Stadt Mulhouse, auf deutsch Mühlhausen, liegt im Elsass und hat etwa 112.000 Einwohner. Im Jahre 803 wurde die Stadt zum ersten Mal urkundlich erwähnt, ihren Namen hat sie, welch Überraschung, von einer Mühle, die einst in der Siedlung errichtet wurde. Mulhouse liegt im Dreiländereck Frankreich, Schweiz, Deutschland und gehört zur Metropolregion Oberrhein; die Stadt liegt knapp 20 km von der deutschen und knapp 30 km von der schweizerischen Grenze entfernt.

Mulhouse hat eine gute Verkehrsanbindung, ca. 25 km entfernt befindet sich der Flughafen Basel-Mulhouse und über den Rhein-Rhône-Kanal sowie den Rhein-Seiten-Kanal ist die Stadt an das europäische Wasserstraßensystem angebunden. Innerhalb von Mulhouse kann man sich mit der Straßenbahn, mit Bussen oder auch mit dem Fahrrad fortbewegen, es gibt etwa 86 Kilometer Radwege im Stadtgebiet und an 35 Stationen können Fahrräder ausgeliehen werden.

Mulhouse ist in eine Ober- und eine Unterstadt gegliedert, letztere entstand um die “Place de la Réunion” herum und war einst das Quartier der Handwerker und Händler. In der Unterstadt befindet sich die neogotische, evangelische Kirche “Temple Saint-Étienne”, die Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Die Oberstadt, die im 13. Jahrhundert entstand, zog vor allem Orden wie etwa Augustiner, Johanniter und Franziskaner an. Rund um die “Place de la République” erstreckt sich das “Neue Viertel”, das ab dem Jahr 1826 durch die Architekten Stolz und Fries geplant und realisiert wurde; in diesem Viertel wohnten einst die wohlhabenden Industriellen der Stadt.

Der Rebberg, einst Weinberg der Stadt Mulhouse, wird geprägt von eleganten Villen, die von den Häusern der Baumwollzüchter in den amerikanischen Südstaaten inspiriert sind. Daneben gibt es im Viertel Rebberg aber auch Reihenhäuser nach englischem Vorbild, die aus der engen Verbindung zur Stadt Manchester resultieren. Aufgrund des rasanten Anstieges der Einwohnerzahl zwischen 1800 und 1850 entstand im Mulhouse die erste Arbeitersiedlung in Frankreich, die etwa 10.000 Einwohner in 1240 Gebäuden aufnehmen konnte.

Sehenswürdigkeiten in Mulhouse

Das Rathaus wurde Mitte des 16. Jahrhunderts im Stil der rheinischen Renaissance erbaut, sehenswert im Inneren sind die erstaunlich echt wirkenden Gemälde von Lastern und Tugenden sowie der Rathaussaal mit seinen Fresken.

Auf der “Place de l’Europe” steht der 112 m hohe Europaturm, der vom örtlichen Architekten Spoerry entworfen wurde und das Stadtbild prägt. Er symbolisiert die drei Länder Frankreich, Schweiz und Deutschland, die nahe Mulhouse aneinander grenzen.

Neben der evangelischen Kirche “Temple Saint-Étienne” gibt es noch zwei sehenswerte Kirchen, die “Église Saint-Étienne”, eine der größten neugotischen Kirchen im Elsass, und die “Église Saint-Fridolin”, die größte elsässische Kirche im neobarocken Stil.

Die “Place de la Réunion” ist das Herz der mittelalterliche Altstadt, der Platz wird gesäumt von historischen Gebäuden. Von der Stadtmauer, die einst die Altstadt umgab, sind nur noch drei erhalten, nämlich Teufelsturm, Nesselturm und Bollwerkturm.

Kultur

Das Kulturzentrum “La Filature” ist die Stätte der darstellenden Künste, es beherbergt das Symphonieorchester, die Rheinoper und das Ballett sowie ein Multimedia-Zentrum und die Mediathek von Mulhouse.

Daneben gibt es in Mulhouse auch einige interessante Museen wie etwa das Elektrizitätsmuseum, das Stoffdruckmuseum, das Eisenbahnmuseum mit angeschlossenem Feuerwehrmuseum sowie die “Cité de l’Automobile”, ein Automuseum mit rund 500 außergewöhnlichen Fahrzeugen aus dem Nachlass der Textilfabrikanten Fritz und Hans Schlumpf.

Karl Fischer
Karl Fischer
Gründer, "Der Artifex".

Karl Fischer war schon immer ein sehr umtriebiger Mensch, auf seine ureigene, sympathische Art und Weise. Der geborene Allgäuer hat auch immer konsequent das Credo verfolgt, authentisch und lebensbejahend zu sein, immer mit beiden Beinen (Füßen - würde er sagen) auf dem Boden bleibend. Es war tatsächlich Karl Fischer, der 1983 die Geschäftsidee mit der Agentur für Ferienwohnungen hatte und es war Karl Fischer, der konsequent die Infrastruktur für den Erfolg der Firma schuf.