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Veranstaltungen in Umbrien
21. Februar 2012
latium_insel_ponza_geheimtipp

Aufgrund ihrer geringen Entfernung zu Rom war die Insel Ponza schon immer ein bevorzugter Urlaubsort der Hauptstädter, jedoch gleichzeitig auch ein Ziel für Individualisten, die das Geheimnis um die Einzigartigkeit der Insel zu wahren wussten. So hat sich das Eiland einen besonderen Charme bewahrt und die Besucher, eine Mischung aus Intellektuellen, Künstlern, Politikern und Entertainern, vermitteln das Gefühl von Exklusivität – aber mit Understatement.

Wir durften die Insel im Frühjahr erleben, einer Zeit, in welcher der duftende Ginster blüht und die Strände noch menschenleer sind. Die Überfahrt erfolgt mit dem Tragflächenboot oder mit der Fähre ab Formia, wobei wir empfehlen, das Auto auf dem Festland zu lassen. Auf Ponza fährt man entweder Bus, Taxi, leiht sich eine Vespa oder geht einfach zu Fuß.

Der kleine Hafen erinnert mit seinen verschachtelten, dicht aneinandergereihten Häusern an ein Amphitheater, es herrscht ein lebhaftes Durcheinander an Menschen, hupenden Kleinwagen, knatternden Motorrollern, Fischern, die ihre Netze flicken und vielen Booten, die nach einem Tag auf See in den Hafen einlaufen.

Bereits nach zwei Tagen auf der Insel fühlen wir uns wie Einheimische, grüßen von der Vespa bekannte Gesichter, halten einen Schwatz mit Gino, der gerade vor seinem Restaurant kehrt und trinken einen Aperitivo mit Maurizio, der uns wieder mit unzähligen Tipps versorgt. Die Gastfreundschaft ist einmalig, ein paradiesisches Fleckchen Erde, das uns an das Italien von früher erinnert, alles ein bisschen anders, alles ein bisschen leichter, alles ein bisschen wärmer, alles ein bisschen herzlicher. Momente, die wir festhalten wollen, klingt das jetzt melancholisch?

Ponza hat uns verzaubert!

Anja Fischers persönliche Tipps

Strände: “Il Frontone” ist der größte Strand der Insel, erreichbar mit einem Shuttle-Boot vom Hafen aus, zu Fuß von dort etwa 20 Minuten. Ebenfalls sehr schön sind die “Chiaia di Luna”, “Cala Fonte”, “Faraglioni di Lucia Rosa”, “Cala Inferno”, “L’Arco Naturale”, “Il Bagno Vecchio” und die “Isolotto di Gavi” (meist nur mit dem Taxi-Boot erreichbar).

Geheimtipp: Ein Boot mieten und den Tag auf dem unbewohnten, nahegelegenen Inselchen Palmarola verbringen, einem Naturparadies!

Wandern: Die Insel ist dünn besiedelt, die Natur intakt und die sich bei einer Wanderung eröffnenden Panoramen spektakulär.

Restaurant: Die Gastronomie auf Ponza ist ein Schlemmerparadies, man findet hier alles, von der einfachen Parmigiana über die typische Bohnensuppe bis zu delikatem Fisch, den wir am liebsten “crudo” (roh) verkosteten. Den besten Aperitif gibt es in der angesagten “Bar Tripoli” auf der Piazza, das cremigste Eis bei der “Maga Circe”. Zahlreiche Osterien und Trattorien laden mit typischer Meeresküche, frisch gefangenem Fisch und geruchsintensiven Zutaten ein (Empfehlungen sind “Oresteria”, “A Casa di Assunta”, “Da Gerardo”, “Trattoria da Igino” und nicht zuletzt das sternedekorierte “Acqua Pazza“).

Anja Fischer
Anja Fischer
Kennt fast alle Zielgebiete wie ihre Westentasche und hat fast alle Ferienhäuser und Hotels persönlich inspiziert.

Anja Fischer liebt Genuss und das Ausleben schöner Momente, im Hier und Jetzt. Das geht einher mit einer zelebrierten Leidenschaft fürs Kochen. Das hat sie von ihrem Vater. Und sie kann es tatsächlich: ungezügelt genießen und dabei kein Gramm zunehmen. Das sind die Gene der Mutter. Oder ist es diese immerwährende Energie, welche die diplomierte Betriebswirtin in einer beneidenswerten Form hält? Ihre unstillbare Neugierde auf Menschen, Länder und authentische Erfahrungen? Anja ist ein Multi-Tasking-Individuum.