Reisebericht Kampanien-Sizilien Teil 3

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Reisebericht Kampanien-Sizilien

Teil 3

Die Fähre von Ischia nach Neapel ist etwa eine Stunde unterwegs und die Überfahrt ist eine sehr angenehme Reise. Ein Taxi vom Hafen zum einem Hotel im Zentrum von Neapel kostet etwa 15 Euro.

Neapel ist nicht der erste Ort, der unsere Erwartungen übertroffen hat – die Stadt ist eigenwillig, sympathisch und ein echtes Juwel. Wir waren ausreichend gewarnt vor dem Verkehr, dem Lärm, dem Schmutz, vor Dieben und Betrügern – aber niemand hat uns vorbereitet auf nette, liebevolle Menschen, vor Gastfreundschaft, vor ausgezeichnetem Essen, vor bemerkenswerter Architektur, antiken Bögen, wundervollen Gärten, Parks, dem quirligen Hafen, und – habe ich es schon mal gesagt? – vor den kulinarischen Traditionen. Für Kulturinteressierte ist das Archäologische Museum eine erstklassige Adresse, aber das “Capidomonte” vielleicht sogar besser, mit seinen schönen Gärten rund um den atemberaubenden Palast, mit einer hervorragenden Sammlung von Kunstschätzen, darunter Werke von Caravaggio, Tizian und Raffael.

Und wieder einmal, wie schon auf Ischia, hatten wir zu wenig Zeit eingeplant. Wir beschlossen, in Zukunft für einen längeren Aufenthalt nach Neapel zurückzukehren – und können es kaum erwarten! Einen ganzen Tag verbrachten wir mit der obligatorischen Besichtigung von Pompeji und Herculaneum, aber die Zeit hätten wir besser in Neapel verbracht. Wobei gesagt werden muss, dass die antiken Ruinen natürlich einen Besuch wert sind – nur eben nicht von Neapel aus. Doch dazu später. Jedenfalls sind drei Tage in dieser Stadt zu wenig. Wir nehmen uns vor, beim nächsten Besuch mehr Tintenfisch zu essen. Oder vielleicht auch mehr Muscheln. Sicherlich mehr Pizza und mehr Sfogliatelle, dieses sündhaft gute Gebäck!

Unsere gut betreute Unterkunft befand sich im “Palazzo Caracciulo”, einem äußerst angenehmen Hotel, gut gelegen für die Besichtigung von Neapel, mit einem herrlichen Innenhof, mit freundlichem und hilfsbereitem Personal sowie einem typisch italienischen Frühstück.

Eine tolle Erfahrung war das hervorragende und preisgünstige Degustationsmenü im charmanten Restaurant des “Palazzo Petrucci”: das Pastagericht mit Tintenfisch war besonders denkwürdig, aber eigentlich war alles einen Versuch wert. Das Personal ist charmant und hilfsbereit, die Küche eine Mischung aus lokaler Tradition und Innovation.

Ebenso sehr gut war das Mittagessen in Posillipo im “Ristorante Rosiello”. Zwar definitiv überteuert, mit fast zu freundlichen Kellnern und man zahlt einen überflüssigen “coperto” auf der von Glyzinien beschatteten Terrasse für den herrlichen Blick von Neapel. Aber mein Oktopus-Eintopf war eines der besten Gerichte, die ich auf der ganzen Reise genießen durfte und trotz der “Touristenfallen-Preise” würde ich zurückkehren.

Natürlich durfte auch die typisch napolitanische Pizza auf unserer kulinarischen Entdeckungstour nicht fehlen, die wir in einer Pizzeria nicht weit vom “Capidomonte” verspeisten.

Zuletzt noch ein Tipp: Lassen Sie zwei Tage Zeit für Pompeji und Herculaneum und bleiben Sie in Pompeji für eine Nacht. Eine Taxifahrt von Neapel mit Rückfahrt kostet ca. 130 Euro.

Jörg Fischer
Jörg Fischer
Leitung Produktmanagement, "Let it Roll".

Jörg kennt fast alle Zielgebiete wie seine Westentasche und hat fast alle Ferienhäuser und Hotels persönlich inspiziert.

Manche Dinge ändern sich, andere nicht. Für Jörg galt schon immer: Vorliebe für gutes Essen und sehr gute Weine, für komfortables Reisen sowie eine echte Abneigung gegen sportliche Betätigung. Dinge die sich ändern: So manches Hobby - erst unlängst musste die geliebte "Ducati Sportclassic" einer kleinen Sammlung an amerikanischen Gibson- und Fender-Gitarren weichen.