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Lago Maggiore
25. November 2013
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Iseosee
27. November 2013
turin

Die Hauptstadt der Region Piemont befindet sich im Nordwesten von Italien und hat etwa 906.000 Einwohner. Turin liegt am westlichen Ende der Poebene und wird im Norden und Westen von den Alpen, im Süden durch die Hügellandschaft des Monferrato eingerahmt.

Die Stadt ist ein bedeutender Industriestandort, so hat der italienische Autobauer Fiat seinen Hauptsitz in Turin. Fiat wurde im Jahre 1899 im Turiner Stadtteil Lingotto gegründet, das Werk war ehemals die größte Autofabrik weltweit und wurde nach der Stilllegung 1982 umgebaut und Ende 1989 als Messe- und Kulturzentrum wiedereröffnet. Weitere weltbekannte Firmen aus Turin sind zum Beispiel Lavazza und Kappa. Ebenfalls sehr bekannt die sind beiden Fußballclubs der Stadt, der FC Turin und Juventus Turin, die nicht nur in Italien sondern auch international Erfolge feiern.

In Turin wird neben italienisch noch ein gallo-romanischer Dialekt gesprochen, das sogenannte “Piemontese”, das stark vom Französischen beeinflusst ist.

Sehenswürdigkeiten

Das Wahrzeichen von Turin ist die “Mole Antonelliana”, ein pavillonartiges Gebäude mit 167 Metern Höhe. Es wurde zwischen 1863 und 1888 nach Plänen des aus Turin stammenden Architekten Alessandro Antonelli erbaut und war bei Fertigstellung das höchste begehbare Bauwerk der Welt, sogar 11 Meter höher als der Kölner Dom.

Die jüdische Gemeinde hatte das Gebäude als Synagoge in Auftrag gegeben, doch da die Baukosten explodierten, konnte die Gemeinde den Bau nicht beenden. Daraufhin sprang die Stadt Turin ein, beendete den Bau und richtete ein Museum für das Risorgimento ein. Heute beherbergt die “Mole Antonelliana” das nationale Filmmuseum, im Inneren kann man mit einem freischwebenden, gläsernen Aufzug hinauf zur Aussichtsplattform fahren – genauso spektakulär wie die Aufzugfahrt ist bei klarem Wetter der Blick über die Stadt bis hin zu den Alpen.

Der Turiner Dom wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut und beherbergt das berühmte Turiner Grabtuch; dieses Leinentuch mit dem Abbild eines Mannes wird von vielen Gläubigen verehrt, da angeblich Jesus im Grab darin eingewickelt war. Das Tuch ist Gegenstand unzähliger,  meist extrem aufwändiger wissenschaftlicher Untersuchungen – es gilt als das am häufigsten untersuchte archäologische Objekt. Das Grabtuch ist in einer Seitenkapelle des Doms untergebracht und zieht unzählige Pilger an.

Lohnenswert ist auch ein Besuch des Museo Egizio, das nach Kairo die zweitgrößte Sammlung altägyptischer Artefakte besitzt. Von den 32.000 Artefakten im Besitz des Museums sind etwa 6.500 ausgestellt.

In und um Turin befinden sich mehrere Residenzen des Hauses Savoyen, welche inzwischen zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Allein innerhalb der Stadt liegen sechs Schlösser der Savoyer, die vom 16. bis zum 19. Jahrhundert ihren Sitz in Turin hatten. Der Palazzo Reale war einst der Sitz der Könige von Italien, die insgesamt vier Könige entstammten alle dem Hause Savoyen.

Im Turiner Stadtteil Valdocco steht die Maria Hilf-Basilika, welche vom Heiligen Johannes Bosco (“Don Bosco”) errichtet wurde und in der auch seine Reliquien verwahrt werden. Don Bosco ist der Schutzpatron der Jugendlichen, die heute aus aller Welt nach Valdocco pilgern.

Im Osten von Turin liegt auf dem 672 m hohen Hügel Superga die gleichnamige barocke Wallfahrtskirche, die man mit einer Zahnradbahn erreichen kann. Von oben bietet sich ein schöner Blick über die Stadt.

Restaurant-Tipps

  • Neuv Caval d’Brôns, Piazza San Carlo 155
  • Monferrato, Via Monferrato 6
  • Café San Carlo, Piazza San Carlo 156
  • Tre Galline, Via Bellezia Gian Francesco 37
  • Weinbar Tre Galli, Via Sant’Agostino 25
  • Al Gatto Nero, Corso F. Turati 14
  • Ristorante del Cambio, Piazza Carignano 2

Einkaufen

  • “Charme”: kleine Boutique mit eigener Kollektion von feinsten Stoffen (Damenmode), Via Giuseppe Piazzi
  • “Cristina Sartori for Baby”: exklusive Mode für Kleinkinder im Alter von 0 bis 4 Jahren
  • “Fratelli Bergamini”: Erfinder der zarten Nougathappen namens “Gianduiotto”, einer lokalen Spezialität, Via Foligno
  • “Steffanone – Valente”: Delikatessen und regionale kulinarische Spezialitäten wie “Batiùr”, eine Wurst aus Schweinefleisch mit Gewürzen und Wein, Via Maria Vittoria
  • Eataly“: ein Paradies für Schlemmer, der erste Slow Food-Supermarkt Italiens, Lingotto (ehemaliges FIAT-Werk)
  • La Bancarella Aeronautica“: ungewöhnlicher Zubehör und Ausrüstungshandel für Piloten und solche, die es werden möchten – oder ganz einfach Luftfahrt-begeistert sind, Via Fattori 116
  • “Rider’s Shop”: alles, was das Reiterherz begehrt, Piazza V. Veneto 21

Märkte

  • Mercatino delle Erbe: herrlicher Lebensmittelmarkt, an jedem ersten Sonntag des Monats auf der ‘Piazza Palazzo’
  • Balòn: einer der berühmtesten Flohmärkte weltweit mit gut 150 Jahren Tradition, jeden Samstag auf der Piazza della Repubblica, Porta Palazzo
Antonella Caradonna
Antonella Caradonna
Produktmanagement Italien, "La Dottoressa".

Bereits als Studentin der Uni Pisa jobbte Antonella Caradonna während der Semesterferien in unserem Büro in Montaione. Sie kümmerte sich um die Kundenbetreuung vor Ort und lernte die Tourismus-Branche von ihrer praktischen Seite kennen: Was sind die Belange und Erwartungen von Urlaubern aus deutschsprachigen Ländern in Italien, was macht sie glücklich und was sorgt für Unmut?