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Mein wichtigstes Kriterium für die Suche nach einem Urlaubsziel lautete bisher: “Egal wohin, nur nicht nach Italien”. Der Tag der Abreise rückte näher und noch immer war keine Entscheidung gefallen, verschiedene Destinationen in Deutschland und Österreich waren angedacht und wieder verworfen, und auch bei den Last Minute-Flugreisen war nichts wirklich Interessantes dabei.

Am Tag vor der geplanten Abreise musste nun endlich eine Entscheidung fallen, es sollte mit dem Auto losgehen und wir wollten nicht allzu weit fahren, baden wollten wir auch – somit tauchte auf einmal doch wieder Italien in den Überlegungen auf. Die bekannten oberitalienischen Seen sind relativ schnell erreichbar und die Wettervorhersage war gut, wir fanden die wunderschöne kleine Residenz Borgo Francone am Comer See und es war tatsächlich noch eine Ferienwohnung frei. So buchten wir doch einen Urlaub in Italien, und das auch noch am Tag nach der schmachvollen Niederlage gegen die Squadra Azzurra im EM-Halbfinale.

Am nächsten Morgen ging es los und nach knapp vier Stunden Fahrt durch die schöne Bergwelt der Alpen erreichten wir unser Urlaubsdomizil bei der Ortschaft Colico im Norden des Comer Sees. Der Check-In verlief reibungslos, die Anlage und unsere Wohnung war wirklich schön – der Urlaub konnte beginnen. Den Abend ließen wir bei einem guten Glas Wein ausklingen, auf unserer herrlichen Terrasse zwischen Felsen und Weinreben mit Blick auf die Bergwelt.

Am nächsten Tag erkundeten wir das nette Städtchen Colico und verbrachten den Nachmittag im leider recht belebten Strandbad. Nach einem Tag des “dolce far niente” erkundeten wir das Naturschutzgebiet “Pian di Spagna”, das zwischen dem etwas höher gelegenen Mezzola-See, den Mündungen der Flüsse Adda und Mera sowie dem Comer See liegt. Durch das große Feuchtgebiet mit seiner großen Vielfalt an Vogelarten führen mehrere Wanderwege, einige dürfen jedoch nur mit einem Führer beschritten werden.

Tags darauf erkundeten wir dann den Comer See, die Fahrt führte zuerst am Seeufer entlang nach Menaggio. Dort lässt es sich an der Promenade herrlich bummeln und man genießt einen schönen Blick auf den See und hinüber nach Bellagio. Die Stadt Bellagio liegt an der äußersten Spitze der Halbinsel, welche die beiden Arme des Comer Sees im Süden trennt; von Menaggio kann man mit dem Schiff übersetzen. “Bellagio” ist auch der Name eines bekannten Casinos in Las Vegas, die Ortschaft am Comer See diente als Inspirationsquelle.

Weiter ging unsere Fahrt nach Tremezzo zur “Villa Carlotta“, einer der vielen wundervollen Villen am Ufer des Sees. Umgeben wird die “Villa Carlotta” von einem großen, herrlichen botanischen Garten, der zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt und wunderbare Ausblicke auf den See eröffnet. In der prächtigen Villa kann man zahlreiche Kunstwerke sowie Möbelstücke aus verschiedenen Epochen bewundern und natürlich ebenso den Panoramablick auf den See genießen. Nach einer ausgiebigen Erkundung der Villa und des botanischen Gartens machten wir uns dann wieder auf die Rückfahrt nach Colico.

Den letzten Urlaubstag nutzten wir für eine Wanderung auf dem “Sentiero del Viandante”, einem alten Höhenweg, der von Colico nach Chiavenna führt und traumhafte Ausblicke auf den See bietet. Wir wanderten in etwa vier Stunden von Colico (Ortsteil Laghetto) bis Dervio und fuhren dann mit der Bahn zurück; anschließend gönnten wir uns noch ein erfrischendes Bad im See an der malerischen Bucht von Piona.

Nach einer Woche am Comer See traten wir am nächsten Tag mit vielen neuen Eindrücken die Heimreise an und haben es wahrlich nicht bereut, doch nach Italien gefahren zu sein.

Stefanie Jehle
Stefanie Jehle
Backoffice, Content-Management & Administration, "Voyage, Voyage".

Die im Jahr 1987 noch auf Vinyl erschienene Hit-Single der französischen Sängerin Desireless sagt so manches aus über das Wesen und die Präferenzen von Stefanie Jehle. Zunächst: Reisen ist ihre Passion. Dabei führt sie ihre spontane Neugierde auch an die entlegensten Orte dieser Welt. Ihre persönliche Lieblings-Destination ist jedoch Frankreich. Nicht nur deshalb, weil Stefanie so gut französisch spricht (ihr Englisch und Italienisch sind allerdings nur unwesentlich schlechter), es ist einfach die Lebensart unserer westlichen Nachbarn, die ihr so gut gefällt.