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Italien bietet zahlreiche Arten von Speiselokalen und wer hier Urlaub macht, steht schnell vor Entscheidung, in welche der zahlreichen unterschiedlichen Lokalitäten man zum Essen gehen sollte: Osteria, Pizzeria, Ristorante oder Trattoria sind die gängigsten Speiselokale und haben sich auf unterschiedliche Speise- und Getränkeangebote spezialisiert.

Pizzeria

Auch in Deutschland wohlbekannt ist die Pizzeria, wo man, wie der Name schon sagt, Pizza serviert bekommt. Neben Pizza werden aber auch oft noch andere Speisen wie zum Beispiel Nudelgerichte angeboten – diese Gaststätten nennen sich dann in der Regel “Ristorante–Pizzeria”.

In Italien wird zur Pizza übrigens kein Wein getrunken, sondern meist Wasser oder Softdrinks – wer trotzdem Wein bestellt, kann sich unter Umständen mitleidsvolle Blicke der Kellner einfangen. Die älteste Pizzeria Italiens ist wohl die “Antica Pizzeria Port’Alba” in Neapel. Diese Stadt gilt auch als die Wiege der Pizza, das Wort selbst stammt aus dem neapolitanischen Dialekt: um das Jahr 1000 n. Chr. tauchte erstmals das Wort “picea” oder “piza” auf.

Osteria

Wer in einer Osteria einkehrt, bekommt hauptsächlich kleine Speisen sowie Wein serviert. Der Begriff stammt vom französischen “oste, ostesse” ab, was soviel wie “Wirt” bedeutet. Bereits im antiken Rom gab es ähnliche Gaststätten, die “Enopolium” genannt wurden und kalte Speisen servierten. Im Gegensatz dazu konnte man im “Thermopolium” auch warme Getränke und Speisen genießen. Osterien siedelten sich traditionell an Durchgangsstraßen, Märkten und Plätzen an, eben überall dort, wo sich viele Menschen aufhielten.

Ein elementarer Bestandteil des Angebots war der Wein, und die Osterien wurden zum Treffpunkt und Ort sozialer Beziehungen der ärmeren Bevölkerungsschichten. Traditionell besuchten nur die Männer am Abend eine Osteria und Alkoholismus war unter ihnen weit verbreitet. Oft boten die Osterien auch Gästezimmer für Reisende an, welche wie die Speisen meist auch einen nur sehr bescheidenen Standard hatten. Auch kranke und verletzte Reisende wurden gerne aufgenommen, denn starb jemand in der Osteria, “erbte” diese das Hab und Gut des Verstorbenen.

Die älteste Osteria Italiens befindet sich in Ferrara gleich neben dem Dom: Früher belohnten sich die Gäste nach dem Kirchgang gern mit einigen Gläschen Wein – oder sie gingen statt in die Kirche gleich ins Lokal…

Trattoria

Auch in einer Trattoria werden eher einfache und kleine Gerichte angeboten und auch die Lokale sind vorwiegend nicht besonders geräumig. Sie befinden sich meist auf dem Land und werden durch eine sehr familiäre Atmosphäre geprägt.

Meist ist die Trattoria eine gute und preiswertere Alternative zum Ristorante, es gibt jedoch auch einige gehobene und recht teure Trattorien, die sich kaum noch von einem Ristorante unterscheiden. Der Begriff leitete sich vom italienischen Wort “trattore” ab, was “Zubereiter” (von Speisen) heißt. Im Gegensatz zu Deutschland wird in den Trattorien in Italien keine Pizza angeboten.

Ristorante

Das klassische Restaurant bietet gehobene Küche zu ebensolchen Preisen. Pizza und Panini stehen nicht auf der Speisekarte, man isst meist ein Menü aus 4 Gängen.

Den Anfang machen Antipasti, hier werden für gewöhnlich eingelegte Gemüse, Schinken, Caprese (Tomate-Mozzarella), Bruschetta und Ähnliches serviert. Der zweite Gang besteht traditionell aus Spaghetti oder anderen Nudelgerichten, gefolgt vom dritten Gang, der aus Fleisch besteht. Zum Fleisch werden meistens kaum Beilagen serviert, besonders keine Kartoffeln oder Nudeln; eventuell gibt es etwas Gemüse oder Salat dazu.

Den Abschluss bildet das Dessert, meist eine süße und kalorienreiche aber äußerst köstliche Angelegenheit. Zu beachten ist beim Ristorante ebenso wie bei den meisten anderen Lokalen, dass das Gedeck (“Coperto”) zusätzlich berechnet wird.

Anja Fischer
Anja Fischer
Kennt fast alle Zielgebiete wie ihre Westentasche und hat fast alle Ferienhäuser und Hotels persönlich inspiziert.

Anja Fischer liebt Genuss und das Ausleben schöner Momente, im Hier und Jetzt. Das geht einher mit einer zelebrierten Leidenschaft fürs Kochen. Das hat sie von ihrem Vater. Und sie kann es tatsächlich: ungezügelt genießen und dabei kein Gramm zunehmen. Das sind die Gene der Mutter. Oder ist es diese immerwährende Energie, welche die diplomierte Betriebswirtin in einer beneidenswerten Form hält? Ihre unstillbare Neugierde auf Menschen, Länder und authentische Erfahrungen? Anja ist ein Multi-Tasking-Individuum.